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Die Heldenkinder von Bettenhausen

Von Stefan Aerni. Aktualisiert am 09.02.2012 3 Kommentare

Beinahe wäre in Bettenhausen im Kanton Bern der Bauernhof von Familie Schaad abgebrannt. Weil ihre Kinder mutig mithalfen zu löschen, bis die Feuerwehr eintraf, blieb das schöne Riegelhaus fast unversehrt.

Tapfere Kinder: Isabelle und Mike Schaad halfen den Heubühnenbrand löschen, bis die Feuerwehr eintraf.

Tapfere Kinder: Isabelle und Mike Schaad halfen den Heubühnenbrand löschen, bis die Feuerwehr eintraf.
Bild: Thomas Peter

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Die elfjährigen Mike und Isabelle Schaad haben aufregende Stunden hinter sich. Erst halfen die beiden Zwillingsgeschwister einen Brand löschen, dann mussten sie ins Spital und nach einer kurzen Nacht schon wieder in die Schule gehen. Doch der Reihe nach.

Es ist Dienstag nach 17 Uhr, als Vater Andreas Schaad (40) in seinem Bauernhaus in Bettenhausen eine Wasserleitung auftauen will. Dabei muss ein Funkenwurf entstanden sein, der auf die Heubühne gelangt. Dort bildet sich ein Glutnest, und es fängt an zu rauchen. Der Landwirt erkennt sofort den Ernst der Lage, beginnt mit Wasser zu löschen. Bald eilen ihm Ehefrau Corinne (42) und drei seiner vier Kinder zu Hilfe: Roman (16) und eben Mike und Isabelle. Gemeinsam rennen sie mit Wasserkesseln durch den Qualm zur Heubühne hinauf und halten das Feuer in Schach.

Kinder müssen ins Spital

Dann braust die alarmierte Feuerwehr heran. Als die über 60 Männer der Feuerwehr Buchsi-Oenz das Zepter übernehmen, ist die erste Hilfe von Familie Schaad und ihren Kindern geleistet. Aber der Schrecken ist noch nicht ausgestanden. Die Kinder und ein Nachbar, der sich ebenfalls an der Löschaktion beteiligte, müssen zur Kontrolle ins Spital gebracht werden – Verdacht auf Rauchvergiftung.

Während die Kinder im Spital sind, werden ihre Eltern von der Feuerwehr betreut. Immerhin können sie mit ansehen, wie die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle bringt. Die Feuerwehrleute evakuieren auch die rund 30 Kühe der Schaads. Mutter Corinne Schaad ist denn auch voller Lob für die Feuerwehrleute. «Sie haben schnell und souverän gehandelt.» Ihr grösstes Glück sind aber ihre Kinder: Die konnten nach drei Stunden das Spital wieder verlassen. Sie haben bei ihrem mutigen Löscheinsatz keine gesundheitlichen Schäden erlitten. «Jetzt bin ich nur müde», sagt der kleine Mike, als er gestern von der Schule heimkommt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.02.2012, 06:52 Uhr

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3 Kommentare

rolf kuhnert

09.02.2012, 07:04 Uhr
Melden 20 Empfehlung

na ja, Glück bzw Schein gehabt. Das kommt selten vor (habe es zwar als Feuerwehrmann auch einmal ähnlich erlebt). Aber das Wort "Funkenwurf" gibt mir schon zu denken. Wann endlich lernen die Leute Leitungen nicht mit offenem Feuer aufzutauen, besonders noch in solch sensiblen Gebäuden. Hier muss man schon eine gewisse Fahrlässigkeit feststellen. Antworten


Lukas Wenger

09.02.2012, 09:38 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Ich find's schön, dass es ein solcher Artikel ganz ohne Katastrophe in dieser grosszügigen Aufmachung mit Foto in die Zeitung schafft! Antworten



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