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Die Regentage sind gezählt

Aktualisiert am 21.06.2010

Am längsten Tag des Jahres bleibt es im Norden bewölkt. Der Sommer steht jedoch vor der Tür: Ab Mittwoch steigen die Temperaturen kontinuierlich an.

Der Sommer ist bald zurück: Badegäste im Zürichsee Anfang Juni.

Der Sommer ist bald zurück: Badegäste im Zürichsee Anfang Juni.
Bild: Keystone

Der längste Tag

Zur Feier der Sonnenwende haben sich in der Nacht auf heute Tausende Menschen im südenglischen Stonehenge versammelt. Sie haben um 5.52 Uhr (MESZ) den Sonnenaufgang zum längsten Tag des Jahres erlebt. Unter den Besuchern waren wie jedes Jahr viele selbst erklärte Druiden, Heiden oder New-Age-Anhänger.

Das zum Weltkulturerbe zählende Monument wurde zwischen 3000 und 1600 vor Christus angelegt. Der Verwendungszweck der Steinkreise ist heute nicht mehr genau bekannt. Unter anderem wird vermutet, dass es sich um eine rituelle Begräbnisstätte oder einen astronomischen Kalender gehandelt haben könnte.

Die Nacht der Sommersonnenwende ist eine der wenigen Zeiten, zu denen Besucher in Stonehenge direkt an die Steine heran dürfen. Den Rest des Jahres ist das Bauwerk zum Schutz vor Erosion und Vandalismus seit 1978 nicht zugänglich.

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Auch wenn das Wetter derzeit noch immer allerlei Kapriolen schlägt: Um 13.28 Uhr beginnt der astronomisch definierte Sommer. Dann erreicht die Sonne den nördlichsten Punkt auf ihrer scheinbaren Jahresbahn und die Schweiz erlebt den längsten Tag des Jahres. Um 5.29 Uhr ist in Zürich die Sonne aufgegangen und um 21.26 Uhr wird sie untergehen, in Genf wird die Sonne gar erst um 21.31 hinter dem Horizont verschwinden.

Leider wird sich die Sonne während des heutigen Tages nicht viel zeigen. «Will man den längsten Tag des Jahres geniessen, geht man am besten ins Tessin, Wallis oder in die Genferseeregion», sagt Klaus Marquardt von Meteonews. Im Tessin steigen die Temperaturen auf bis zu 25 Grad an. In der Zentral- und Ostschweiz wird es heute mit rund 15 Grad am kältesten. Fürs Baden in den grösseren Schweizer Seen muss man sich noch etwas gedulden. Die Wassertemperatur im Zürichsee liegt heute noch bei kühlen 15 Grad.

25 Grad am Freitag

Die Aussichten für diese Woche sind jedoch äusserst vielversprechend: Der Luftdruck steigt an. Das Hoch dehnt sich aus. «Morgen werden wir mit knapp unter 20 Grad einen Übergangstag erleben. Ab Mittwoch steigen die Temperaturen kontinuierlich an», sagt Marquardt weiter. Am Freitag ist mit Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad zu rechnen. «Das Spiel Schweiz gegen Honduras wird man am Freitagabend sicherlich draussen geniessen können.»

Die Schweizer Fussballmannschaft wird im heutigen Spiel gegen Chile den kürzesten Tag des Jahres auf der südlichen Halbkugel erleben. In Südafrika ist die Sonne um 6.43 Uhr aufgegangen und wird um 17.23 Uhr untergehen. Wirklich frieren müssen die Schweizer aber nicht: Die Temperaturen werden in Port Elizabeth tagsüber bei rund 20 Grad Celsius liegen. (jak)

Erstellt: 21.06.2010, 08:29 Uhr

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