Panorama
Die schlimmsten Beben in Europa
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Das schwere Erdbeben in Mittelitalien war ein «klassisches Beben an den Grenzen der tektonischen Platten», sagt der Experte Rainer Kind von Geoforschungszentrum Potsdam: Unter dem Apennin stossen die afrikanische und die eurasische Platte aufeinander. Da Afrika schneller nach Norden will, verkanten sich die gewaltigen geologischen Formationen. Schliesslich löst sich die Spannung ruckartig und die Erde bebt wie jetzt in den Abruzzen. In Mittelitalien muss laut Experten alle zehn Jahre mit einem Beben der Stärke 6 auf der Richter-Skala und mehr gerechnet werden.
Messina: Schlimmstes Beben in Italien
Das schwerste Erdbeben ereignete sich 1908 in Messina auf Sizilien: Damals starben etwa 70’000 Menschen. Das nächstgrössere Erdbeben im 20. Jahrhundert folgte im November 1980: In Neapel und 100 weiteren Orten kamen bei einem Beben der Stärke 6,5 etwa 3000 Menschen ums Leben. Vier Jahre zuvor hatten im Friaul - im Nordosten des Landes - fast 1000 Menschen bei einem Beben der Stärke 6,5 ihr Leben verloren. Beim aktuellen Erdbeben in den Abruzzen, das eine Stärke von 5,8 bis 6,2 aufwies, kamen mindestens 92 Menschen ums Leben.
Lissabon: Schlimmstes Beben in Europa
Das katastrophalste Erdbeben in der Geschichte Europas passierte im November 1755 in Lissabon: Gegen 80'000 Menschen kamen ums Leben, wie eine Übersicht des Nationalen Geologischen Institut der USA zeigt. Das zweitgrösste Erdbeben war jenes von Messina Anfang des 20. Jahrhunderts mit 70'000 Toten. Mehr als 1000 Menschenleben forderten das Erdbeben im Dezember 1857 in Neapel (11'000 Tote), das Erdbeben im November 1940 in Vrancea/Rumänien (4000 Tote) sowie das Erdbeben von 1356 in Basel (300 bis 1000 Tote). (vin/sda/ap)
Erstellt: 06.04.2009, 22:05 Uhr


















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