Panorama

Diebe des Auschwitz-Schriftzugs gehen ins Gefängnis

Aktualisiert am 04.03.2010

Die drei Männer, die den Schriftzug «Arbeit macht frei» bei dem ehemaligen Konzentrationslager in Polen abmontiert haben, gehen in Haft. Sie entkommen so einem Prozess.

Schriftzug in drei Teile zerlegt und abtransportiert: Einer der geständigen Täter nach seiner Verhaftung.

Schriftzug in drei Teile zerlegt und abtransportiert: Einer der geständigen Täter nach seiner Verhaftung.
Bild: Reuters

Die Diebe des Auschwitz-Schriftzugs «Arbeit macht frei» sollen bis zu zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft in Krakau erklärte am Donnerstag, die drei angeklagten Polen seien auf dieser Basis zu einer Einigung bereit, so dass ein Prozess nicht mehr notwendig würde. Demnach soll das Strafmass von 18 bis zu 30 Monaten reichen. Ein Termin für den Gerichtsentscheid wurde vorerst noch nicht genannt.

Der fast fünf Meter lange und 30 Kilogramm schwere Schriftzug wurde in der Nacht zum 18. Dezember von Dieben entfernt und in drei Teile zerschnitten. Die Bruchstücke wurden kurze Zeit später im Norden Polens sichergestellt. Insgesamt fünf geständige Polen wurden festgenommen. Als Auftraggeber für den Diebstahl gilt ein 34-jähriger Schwede, der zurzeit in Stockholm in Haft sitzt. Polen hat seine Auslieferung beantragt. (oku/ddp)

Erstellt: 04.03.2010, 16:06 Uhr

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