Drei Millionen Franken für eine Geisterstadt

In Lettlands Hauptstadt Riga hat ein russisches Unternehmen die seit zwölf Jahren menschenleere Stadt Skrunda-1 bei einer Auktion erworben.

Sowjetische Architektur: Der Radarstützpunkt ist das Zentrum von Skrunda-1.

Sowjetische Architektur: Der Radarstützpunkt ist das Zentrum von Skrunda-1.

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Die lettische Geisterstadt Skrunda-1 wechselt den Besitzer. Wie die Zeitschrift «Baltic Times» am Dienstag berichtete, blätterte der «Aleksejewkoje-Service» dafür 1,5 Millionen Lats (etwa 3 Millionen Franken) hin. Dafür bekommt der Käufer, 170 Kilometer westlich von Riga, 60 ziemlich verfallene Gebäude einschliesslich einer Schule, eines Supermarktes und eines Nachtclubs. Mehr als 5000 Menschen hatten hier gelebt und mehrheitlich für eine geheime militärische Radarstation der früheren Sowjetunion gearbeitet, zu der Lettland bis 1991 gehörte.

Nach der völligen Aufgabe der Militärbasis und dem Abzug aller Bewohner bis 1998 wurde «Skrunda-1» - benannt nach der nahe gelegenen Stadt Skrunda - auch von den meisten Landkarten gestrichen. Die Gebäude seien in einem erbärmlichen Zustand, hiess es in dem Bericht der «Baltic Times». Was die neuen russischen Eigentümer mit der Geisterstadt vorhaben, wurde nicht mitgeteilt. Sie war ihnen bei der Auktion immerhin das Zehnfache des Mindestgebotes von 153'966 Lats (rund 320'000 Franken) wert. (vin/sda)

Erstellt: 09.02.2010, 16:19 Uhr

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