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Dutzende Unfälle auf rutschigen Strassen
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Schneefälle und Glatteis haben am Freitagabend und am Samstag an verschiedenen Orten in der Schweiz zu Verkehrsunfällen geführt. Allein im Kanton Zürich wurden innert weniger Stunden rund drei Dutzend Unfälle gezählt, in den Kantonen St. Gallen und Glarus kam es ebenfalls zu einer Reihe von Kollisionen. In den meisten Fällen gingen die Kollisionen glimpflich aus, und es blieb bei Blechschäden.
In Adliswil im Kanton Zürich wurde jedoch ein Gemeindearbeiter verletzt, als er beim Winterdiensteinsatz mit einem Pfadschlitten von der abschüssigen Fahrbahn abkam und in den Rütelibach stürzte. Er musste mit Rückenverletzungen ins Spital gebracht werden.
Spektakuläre Unfälle
In Aesch im Baselbiet überschlug sich in der Nacht auf Samstag ein alkoholisierter Lenker eines Personenwagens auf einer schneebedeckten Strasse. Da das Fahrzeug jedoch wieder auf den Rädern zu stehen kam, fuhr der Mann danach weiter und meldete den Unfall erst später. Ein Blutalkoholtest ergab einen Wert von 1,37 Promille, das Fahrzeug hatte bei dem Unfall einen Totalschaden erlitten.
In Mogelsberg im Kanton St. Gallen wurde am Samstagmorgen ein 28-jähriger Automobilist schwer verletzt, als er unter zunächst nicht geklärten Umständen gegen einen Betonmast prallte. Allein am Samstagnachmittag zwischen 12 und 18 Uhr gingen bei der St. Galler Notrufzentrale rund 30 Unfallmeldungen ein. Obwohl die Winterdienste bei anhaltendem Schneefall im Dauereinsatz standen, kam es auf den schneebedeckten Strassen zu zahlreichen Kollisionen, wobei glücklicherweise nur eine Person verletzt wurde.
Auf der Sihltalstrasse in Horgen im Kanton Zürich wurden am Samstagvormittag fünf Personen zum Teil schwer verletzt, als ein 80-jähriger Automobilist in ein entgegenkommendes Auto prallte. In Hägendorf im Kanton Solothurn starb in der Nacht auf Samstag ein 52-jähriger Mofa-Lenker, als er von einem Auto angefahren wurde.
Sechs Unfälle praktisch gleichzeitig
Bei starkem Schneefall ereigneten sich im Kanton Glarus am Samstagnachmittag auf der Autobahn A3 zwischen den Ausfahrten Glarnerland/Niederurnen und Weesen in Fahrrichtung Chur praktisch gleichzeitig sechs Verkehrsunfälle. Insgesamt 12 Personenwagen waren kurz nach 15 Uhr daran beteiligt. Verletzt wurde niemand.
Es handelte sich um zwei Selbstunfälle und vier Auffahrkollisionen. Der Schaden an den Fahrzeugen beträgt mehrere zehntausend Franken, wie die Kantonspolizei Glarus mitteilte. Für den Abtransport der beschädigten Fahrzeuge mussten zwei Lastwagen aufgeboten werden. Dadurch kam es auf diesem Autobahnteilstück für kurze Zeit zu einem Rückstau. Massive Verkehrsbehinderungen gab es jedoch keine.
Temperaturen unter null
Schnee fiel am Samstag nicht viel, wie Daniel Gerstgrasser, Meteorologe bei Meteo Schweiz, auf Anfrage sagte. Doch wegen der Kälte sei der Schnee am Morgen liegen geblieben und habe die Strassen in rutschige Flächen verwandelt.
Die Temperaturen lagen am Samstag in weiten Teilen der Schweiz im Minusbereich. In Basel wurden am Samstagnachmittag mehr als zehn Grad unter null gemessen, in Zürich und Bern waren es zwischen minus sechs und minus acht Grad. Knapp über null Grad war es dagegen in Lugano. Für die Nacht auf Sonntag erwarteten die Meteorologen in den Niederungen Werte zwischen minus zehn und minus 15 Grad.
In tiefen Lagen nördlicher der Alpen fielen bis am Mittag rund 4 Zentimeter Schnee. Strichweise habe es auch Schauer gegeben, sagte Gerstgrasser. Mehr Schnee gab es in Teilen des Wallis: Im Val d'Entremont waren es 15 Zentimeter, im Val de Bagnes 30. Beim Grimsel-Hospiz wurden 22 Zentimeter Schnee registriert.
(vin/ap/sda)
Erstellt: 19.12.2009, 18:58 Uhr
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