Eingefrorene Weiche sorgt für Zugausfälle

Die eisigen Temperaturen haben die Schweiz im Griff. Zwischen Bern und Lausanne ist der Bahnverkehr wegen einer eingefrorenen Weiche gestört.

Überall ists kalt: In der ganzen Welt ist der Winter eingekehrt. (Video: Tamedia)

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In der Nacht auf Samstag sind die Temperaturen weiter gefallen. Auf der unbewohnten Glattalp SZ hat die ebs Energie AG letzte Nacht sogar -35 Grad gemessen. Bereits am Freitag hatte die eingeflossene arktische Kaltluft der Schweiz einen Eistag beschert. Die Temperaturen waren nicht über 0 Grad gestiegen.

Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, führen eine Kombination aus arktischer Luft, die in den letzten Tagen zu uns geflossen ist, sowie eine weitgehend sternenklare Nacht und wenig Wind dazu, dass auf der Alpennordseite der Samstag verbreitet mit -15 bis -10 Grad startet. In den Jura- und Alpentälern ist es teilweise noch deutlich kälter geworden. Unter den bewohnten Gebieten waren La Brévine (-26,4° C), Andermatt (-24° C) und Samedan (-25,5° C) die Spitzenreiter.

Mehr Schnee auf der Alpennordseite

Heute bleibt es im Norden verbreitet frostig – es gibt einen weiteren Eistag. Knapp positive Temperaturen erreicht nur das Tessin. In den nächsten Tagen bleibt es zwar winterlich kalt, ganz so kalt wie gestern und heute wird es vorläufig allerdings nicht mehr.

Manche müssen auch im Winter draussen arbeiten: Wir haben sie gefragt, wie sie sich warmhalten. (Video: Mirjam Ramseier)

Dafür fällt in der Nacht auf Sonntag auf der Alpennordseite wieder Schnee. Den Bergen entlang zwischen 10 und 20 cm, im Flachland weniger.

Rund 7400 von 15'000 Weichen werden beheizt

Eine eingefrorene Weiche in Rosé FR hat am Samstagmorgen den Bahnverkehr zwischen Freiburg und Lausanne gestört. Regionalzüge fielen aus und der gesamte Zugverkehr zwischen Bern und Lausanne wurde beeinträchtigt.

Eine Equipe wurde vor Ort beordert, um die Weiche wieder zu lösen, wie SBB-Sprecher Frédéric Revaz der Nachrichtenagentur sda sagte. Im Regionalverkehr wurden Bahnersatzbusse eingesetzt.

Um solche Vorfälle zu verhindern, setzt die SBB seit einigen Jahren ein System von Weichenheizungen ein. Rund 7400 der 15'000 Weichen verfügen über eine solche Einrichtung, um ein Gefrieren bei grosser Kälte zu verhindern.

So kalt, dass Seifenblasen gefrieren

Wie kalt es ist, zeigt ein Experiment von Barbara van Bürck aus Itingen BL: Sie liess am Freitagmorgen früh in ihrem Garten Seifenblasen gefrieren. «Es war minus 11,5 Grad kalt, und ich wollte es einfach versuchen», so die Leser-Reporterin.

Sie vermischte Geschirrspülmittel und Wasser, nahm einen Strohhalm, tauchte ihn in das Gemisch und blies. Die meisten Blasen platzten, doch einige hielten auf den Pflanzen. «Innert 45 Sekunden waren sie gefroren», sagt van Bürck.

(mch)

Erstellt: 07.01.2017, 09:02 Uhr

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