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Erdbeben in Italien: Bereits 207 Tote, noch immer Vermisste

Von Marta Falconi (AP), L'Aquila. Aktualisiert am 07.04.2009

Nach dem schweren Erdbeben in Italien ist die Zahl der Todesopfer auf 179 gestiegen. Rettungsteams geben die Hoffnung – trotz misslichen Bedingungen – nicht auf.

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Einige der Obdachlosen suchen Trost in der Kirche. Dieser Mann betet vor einer Zelt-Kapelle im Lager bei L'Aquila.
Bild: Reuters

   

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Retter finden Überlebende in den Trümmern

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Erdebebenregion um L'Aquila

In den Trümmern eines Wohnheims der Hochschule in L'Aquila suchten Freiwillige teils mit blossen Händen und Eimern nach mehreren vermissten Studenten. Die Feuerwehr setzte auch Hunde und einen Kran ein. An anderen Stellen waren die Retter erfolgreich: So konnten eine 21-jährige Frau und ein 22-jähriger Mann aus den Trümmern eines fünfstöckigen Wohnhauses gezogen werden.

Ruhe, um Verschüttete zu hören

Die Arbeiten wurden immer wieder unterbrochen, um mögliche Lebenszeichen aus zerstörten Gebäuden nicht zu überhören. Zudem gab es am frühen Dienstag mehrere Nachbeben.

Nach offiziellen Angaben wurden bei dem Beben 10'000 bis 15'000 Gebäude beschädigt oder zerstört. 179 Menschen wurden bisher tot geborgen. Unter ihnen seien 40 noch nicht identifiziert worden, meldete die italienische Nachrichtenagentur Apcom unter Berufung auf den Zivilschutz. Etwa 1500 Menschen wurden verletzt, Zehntausende sind obdachlos.

Kleinstadt Onno dem Erdboden gleich

Betroffen waren auch moderne Wohnblocks. Im historischen Stadtkern stürzten nach Angaben des Kulturministeriums die Aussenwand einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert sowie der Glockenturm einer Renaissance-Kirche ein. Auch die Kathedrale und das Schloss wurden beschädigt.

Ministerpräsident Silvio Berlusconi rief den Notstand aus und sagte eine geplante Reise nach Moskau ab, um ins Katastrophengebiet zu fahren. Betroffen sind 26 Ortschaften rund um L'Aquila. So wurde die Kleinstadt Onno praktisch dem Erdboden gleichgemacht.

Beben auch in Rom zu spüren

Das Hauptbeben hatte laut italienischen Geologen eine Stärke von 5,8, amerikanische Seismologen registrierten sogar eine Magnitude von 6,3. Der Erdstoss riss die Menschen am Montagmorgen um 03.32 Uhr aus dem Schlaf. Die Erschütterungen waren im rund 100 Kilometer südwestlich gelegenen Rom noch zu spüren. Dort wurden neue Risse in den Ruinen der Caracalla-Thermen aus dem dritten Jahrhunderte registriert. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.04.2009, 13:27 Uhr

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