Panorama
Erste Analyse zeigt, warum Trenddroge Spice einfährt
In den sogenannten Headshops in Deutschland ist die Kräutermischung Spice erhältlich. Und wird fleissig gekauft und dann geraucht. Konsumenten erzählen auf Spiegel Online von einer 24-Stunden-Benebelung, Herzrasen, Halluzinationen und Angstzuständen. Ralf Wischnewski von der Drogenhilfe Köln: «Viele berichten uns auch von einer schweren Müdigkeit nach dem Konsum. Ein 16-Jähriger sprach von einem 18-stündigen Schlaf.»
Im Auftrag der Stadt Frankfurt hat nun ein Pharmaunternehmen die Modedroge untersucht. Die Firma «THC Pharm» fand in den Spice-Proben die Chemikalie JWH018, ein künstlich hergestelltes Cannabinoid.
Ein Vertreter des Labors sagt auf Spiegel Online: «Diese Chemikalie erklärt zu 100 Prozent die Rauschzustände. Die Pflanzen haben nach meinen Analysen überhaupt keine Wirkung.» Die Analysten kommen zum Schluss: «Jeder Konsument ist im Prinzip ein Versuchskaninchen.»
Laut dem Bericht sei es in der Branche schon länger klar, dass die Kräuter künstlich versetzt wurden. Der britische Hersteller «Psycho Deli» dementiere dies jedoch hartnäckig.
Wie gefährlich der Konsum von Spice wirklich ist, stehe noch nicht fest. Unbekannt sei bis jetzt auch das Suchtpotential. Die Kräutermischung ist laut Spiegel in Deutschland jedoch heiss begehrt, in ganz Deutschland gäbe es Lieferschwierigkeiten. (sam)
Erstellt: 15.12.2008, 16:44 Uhr

















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