Gansingen

«Es klang wie eine Bombenexplosion»

In Gansingen AG ist ein Wohnhaus niedergebrannt. Zwei Personen starben. Laut einem Nachbarn haben darin ein Mann und eine Frau mit zwei Hunden gewohnt.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Zwei Personen sind bei einem schweren Brand in einem Einfamilienhaus im Aargauer Gansingen ums Leben gekommen. Die Polizei ermittelt aktuell den Hergang des Brandes und versucht, die Leichen zu identifizieren. Die Feuerwehr konnte den Brand innerhalb von rund zwei Stunden löschen.

Im Haus sei eine Explosion zu hören gewesen, sagt Marianne Koch, Sprecherin der Kantonspolizei Aargau. Auch das nebenstehende Haus sei beschädigt worden, vor allem am Dach. Über die beiden Leichen könne noch nichts gesagt werden. Es sei jedoch rasch klar gewesen, dass sich im Haus Tote befänden, sagte Koch. Die zwei Toten seien wegen Einsturzgefahr unter schwersten Bedingungen durch die Feuerwehr geborgen worden.

Im Haus wohnten ein Mann und eine Frau mit zwei Hunden

Ein Nachbar sagte gegenüber «Blick», er sei wegen einer Explosion erwacht, «es zitterte wie bei einem Erdbeben». Als er aus dem Fenster geschaut habe, habe das Haus gegenüber schon lichterloh gebrannt. Gemäss dem Nachbarn haben im Haus ein Mann und eine Frau mit zwei Hunden gewohnt. Die Leute seien nicht oft ins Dorf gegangen, er habe sie nicht gekannt.

Nachbarin P.J.* sagt zu 20 Minuten: «Wir wurden durch die Explosion um circa 4.30 Uhr geweckt. Nach dem ersten Knall folgten weitere, es klang wie eine Bombenexplosion. Zuerst dachten wir an ein Gewitter.» Innert wenigen Minuten seien dann Rettungskräfte beim Haus gewesen, das mittlerweile in Vollbrand stand. Es schockiere einem schon, wenn so etwas gleich nebenan passiere und man nicht wisse, was genau explodierte. «Auch wenn ich den Mann kaum gekannt habe.»

Mann lebte zurückgezogen Sie berichtet aber von einem freundlichen Hausbewohner. Er habe auf der Strasse auch immer gegrüsst. Aber sonst hatten die Anwohner keinen Kontakt zum Mann. Das bestätigt auch ein anderer Anwohner. «Er war stets anständig, aber lebte sehr zurückgezogen. Die meisten Nachbarn kannten ihn nicht besonders gut.» Angeblich war der Mann geschieden. Von einer zweiten Person wusste sonst niemand etwas. Die Leichen konnten inzwischen geborgen werden. Derzeit werden im Haus Spuren gesichert.

Gemäss einem 20-Minuten-Leserreporter hat das Paar schon lange in Gansingen gewohnt. Vor einigen Jahren sollen die Hunde vergiftet worden sein. Danach habe der Besitzer einen hohen Zaun um das Haus gezogen und Kameras installiert. Das Paar besass ein Tattoo-Studio.

Das Einfamilienhaus liegt in einem Wohnquartier der Fricktal-Gemeinde Gansingen nahe der deutschen Grenze.

*Name der Redaktion bekannt

(chi/duf/sda)

Erstellt: 19.03.2017, 10:51 Uhr

Artikel zum Thema

Schweizer stirbt bei Ski-Unfall im Tirol

Der 39-jährige Thurgauer ist auf der markierten Piste gestürzt. Trotz Helm hat er den Unfall nicht überlebt. Mehr...

Chauffeur in Lastwagen auf A6 eingeklemmt

Bei Thun ist ein Lastwagen mit einem Werkhoffahrzeug kollidiert. Der Mann wurde schwer verletzt. Mehr...

Dieses Auto kracht in ein Hausdach

Video Weil ein Chinese die Bremse mit dem Gaspedal verwechselte, baut er einen irrsinnigen Unfall. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).

Service

Agenda

Alle Events im Überblick.

Blogs

Mamablog Mein Kind muss nicht teilen!

Blog Mag Alles verkehrt?

Die Welt in Bildern

Pusteblume: Eine reife Löwenzahnpflanze wird in Düsseldorf von der Sonne beschienen. (27. April 2017)
(Bild: Martin Gerten (DPA, Keystone)) Mehr...