Panorama
Goldschatz eines Hobby-Archäologen ist mehr als fünf Millionen Franken wert
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Der sagenhafte Goldfund aus der Zeit der Angelsachsen in Grossbritannien ist auf mehr als drei Millionen Pfund taxiert worden. Dies berichten die Zeitung «Independent» und andere britische Medien. Ein Bewertungskomitee der Regierung schätzte den im Juli gehobenen Schatz am Donnerstag auf 3,285 Millionen Pfund (5,4 Millionen Franken). Den Erlös muss sich der Finder demnach mit dem Bauern teilen, unter dessen Acker der Schatz verborgen lag. Der Vorsitzende des Bewertungskomitees, Norman Palmer, bezeichnete den Schatz als «aussergewöhnlich» und bislang wertvollsten Fund.
Der Bauer Fred Johnson weiss noch nicht, was er mit dem Geld anfangen soll. Er will jedenfalls nicht umziehen. Er rechne zwar nicht mit weiteren Schätzen unter seinem Land, sagte Johnson der BBC. Das habe er aber auch vor dem ersten Fund gedacht. Der 55 Jahre alte Hobby-Schatzsucher Terry Herbert hatte den Schatz, der vermutlich aus dem siebten Jahrhundert stammt, im Juli auf dem Feld des befreundeten Bauern in der Nähe seines Wohnorts Burntwood im mittelenglischen Staffordshire entdeckt.
Streit zwischen Schatzsucher und Bauer
Insgesamt gehören zu dem Schatz fünf Kilo Gold und 1,3 Kilo Silber sowie unzählige Edelsteine. Die mindestens 1350 Exponate, darunter zahlreiche aufwändig gearbeitete Schwertgriffe, Helme sowie ein Goldkreuz, werden zurzeit im British Museum in London ausgestellt.
Nach Fund des Goldschatzes war es zu einem Zwist zwischen Herbert und dem Bauern Johnson gekommen. Herbert gehe es «nur ums Geld», hatte Johnson im September einer Zeitung gesagt. Er sei sehr unglücklich über die grosse Aufmerksamkeit, da er mit Herbert eigentlich Diskretion vereinbart habe. Ihm selbst gehe es nicht um den materiellen Wert des Schatzes, betonte Johnson: «Es ist eine unglaubliche Entdeckung für dieses Land, und das ist das Wichtigste.» (vin/sda/)
Erstellt: 27.11.2009, 09:53 Uhr



