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Gottlose Busse fahren durch London

Aktualisiert am 24.10.2008 16 Kommentare

In London sind bald Busse mit atheistischen Werbesprüchen unterwegs. Und die Kirchen begrüssen die gottlose Initiative sogar.

Screenshot: www.justgiving.com/atheistbus.

Screenshot: www.justgiving.com/atheistbus.

«Wahrscheinlich gibt es keinen Gott». Dieses Zitat prangt ab kommenden Januar auf den rote Londoner Bussen. Auf diese Aussage folgt: «Jetzt hören Sie auf, sich Sorgen zu machen und geniessen Sie Ihr Leben.» Organisiert wird die Kampagne von der «Atheist Bus Campaign».

Initiantin der Aktion ist die Komikerin Ariane Sherine. Und die Kampagne kommt gut an: In kurzer Zeit sind weitaus mehr Spendengelder eingegangen, als für den Werbefeldzug gegen Gott ursprünglich budgetiert gewesen waren. Insgesamt knapp 48’000 Pfund an Spenden konnten bisher verbucht werden, wie die «Süddeutsche Zeitung» schreibt.

Die Atheistin Sherine will es nun nicht mehr nur bei den Bussen bewenden lassen: «Wir könnten das nun landesweit aufziehen, mit Postern in der U-Bahn.»

Finanziell unterstützt wird die Kampagne auch vom Evolutionsbilogen und bekennenden Atheisten Richard Dawkins. Er sagt: «Diese Kampagne wird Leute zum Denken bringen - und Denken ist Anathema für jede Religion.»

Kirchen begrüssen Aktion

Erstaunlicherweise begrüssen auch die christlichen Organisation die ungläubige Aktion. Britanniens Methodisten etwa bejahen die Bus-Transparente deshalb, weil sie «die Leute zum Nachdenken über Gott ermutigen». Paul Woolley, der Chef der gemeinsam von anglikanischer und katholischer Kirche gegründeten Denkfabrik Theos hält es für eine «brillante Idee»: «Solche Kampagnen beweisen, wie aktive Atheisten oft grossartig Werbung für das Christentum machen.»

Entscheidend für die Freundlichkeit der Kirchen ist das Wörtchen «wahrscheinlich» im Slogan. Ariane Sherine hat sich von der dänischen Grossbrauerei Carlsberg inspirieren lassen, die in einer Werbung ihr Produkt vorsichtshalber auch nur das «wahrscheinlich beste Bier der Welt» nennt. Sicher ist sicher.

Erstellt: 24.10.2008, 13:16 Uhr

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16 Kommentare

züri west

24.10.2008, 13:37 Uhr
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eine anti-glaubens kampagne geführt von gläubigen atheisten hihi ... ist irgendwie widersprüchlich und kurios Antworten


Einzel Gänger

24.10.2008, 14:04 Uhr
Melden

Wie kommen Atheisten drauf, ein leben mit Gott sei nicht "enjoyable"? Bloss weil immer wieder Missbrauch im Namen des Glaubens geschen ist, heisst das noch lange nicht, es gäbe keinen Gott. Arme Atheisten. Gefangen in ihren eigenen Spekulationen. Antworten



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