Panorama

Japan ruft weiteren atomaren Notstand aus

Aktualisiert am 12.03.2011 46 Kommentare

In der Umgebung des Atomkraftwerks in Fukushima ist die Radioaktivität um das Tausendfache gestiegen. Die Regierung hat in der Folge einen weiteren atomaren Notstand ausgerufen.

1/24 Die Reaktoren liegen grösstenteils noch offen: Mike Weightman der Untersuchungsleiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im AKW-Fukushima. (27. Mai 2011)
Bild: Keystone

   

(mrs/miw/AFP/sda)

  • 00:36 Uhr  

    Japan ruft weiteren atomaren Notstand aus

    Japan hat den atomaren Notstand für ein weiteres Kernkraftwerk ausgerufen, nachdem es zu einem Versagen des Kühlsystems kam.

  • 23:27 Uhr  

    Dramatischer Anstieg der Radioaktivität

    Nach dem Versagen des Kühlsystems im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ist die Radioaktivität im Umkreis der Anlage gestiegen. Im Innern habe sie das Tausendfache des Normalwerts erreicht, teilten die Behörden am Samstag (Ortszeit) mit. Die Evakuierungszone werde ausgeweitet.

    Nach dem verheerenden Erdbeben am Freitag war die Stromversorgung für das Kühlsystem ausgefallen und der Druck im Reaktor weiter angestiegen. Die Regierung rief für das Kraftwerk den Notstand aus.

    Die Evakuierungen wurden nach dem Anstieg der Radioaktivität ausgeweitet, wie die Behörden mitteilten. Zuvor hatte die Regierung angeordnet, rund 3000 Anwohner in Sicherheit zu bringen. Sie sollten mindestens drei Kilometer Abstand von der Anlage halten und sich innerhalb von Gebäuden aufhalten.

    Radioaktiver Dampf soll abgelassen werden

    Um den gestiegenen Druck in einem der sechs Reaktoren zu reduzieren, wollen die Behörden dort etwas radioaktiven Dampf ablassen. Die Atomsicherheitsbehörde erklärte, der Druck sei auf das Anderthalbfache des Normalwerts angestiegen. Die im Wasserdampf enthaltene Radioaktivität werde aber die Umwelt oder die menschliche Gesundheit nicht beeinträchtigen.

    Kabinettssekretär Yukio Edano erklärte, die freigesetzte Menge an Radioaktivität sei «sehr gering». Weil bereits Evakuierungen angeordneten seien und der Wind Richtung Meer wehe, «können wir Sicherheit garantieren», sagte Edano auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz.

    Die Ingenieure täten ihr Möglichstes, um das Kühlsystem des etwa 270 Kilometer nordöstlich von Tokio gelegenen Atomkraftwerks wieder in Betrieb zu setzen, teilte die Atomaufsichtsbehörde mit. Der Erfolg dieser Massnahme sei jedoch nicht garantiert.

    Notstromgeneratoren haben versagt

    Nach dem Ausfall des Kühlsystems hatten selbst die Notstromgeneratoren versagt. Ein Mitarbeiter der Atomsicherheitsbehörde erklärte, derzeit werde der Reaktor mit einem zweiten System gekühlt, das aber nicht so effektiv sei wie die eigentliche Anlage.

    Zu einem Austritt von Radioaktivität war es zunächst nicht gekommen, wie Kabinettssekretär Edano mitteilte. Als Vorsichtsmassnahme war aber der Notstand ausgerufen worden. Insgesamt wurden wegen des Bebens zehn Reaktoren abgeschaltet.

    US-Aussenministerin Hillary Clinton erklärte, Washington stelle Japan Kühlflüssigkeit zur Verfügung. Gewährsleute erklärten später, die USA hätten Japan zwar die Bereitstellung von Kühlmittel angeboten, Tokio habe dies aber abgelehnt.

    In der von dem verheerenden Erdbeben der Stärke 8,9 am schwersten betroffenen Präfektur Miyagi brach im Turbinenraum einer weiteren Atomanlage in Onagawa ein Feuer aus. Rauch stieg aus dem Gebäude auf, das abseits des Reaktorblocks liegt. Das Feuer konnte gelöscht werden, wie der Betreiber Tohoku Electric Power mitteilte.

  • 22:51 Uhr  

    Radioaktivität im Umkreis von Reaktor steigt

    In dem vom schweren Erdbeben in Japan betroffenen Atomkraftwerk Fukushima Nr. 1 ist einem Medienbericht zufolge ein Grad an Radioaktivität gemessen worden, der tausend Mal über dem Normalwert liegt. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete am Samstag (Ortszeit), eine Sicherheitskommission habe dies im Kontrollraum Nr. 1 des Akw Fukushima Nr. 1 gemessen. Die Evakuierungen wurden ausgeweitet.

  • 22:40 Uhr  

    Erdbeben bringt Aktien zum Einbrechen

    Das Erdbeben in Japan hat die Aktien der Rückversicherungen am Freitag einbrechen und den Ölpreis weiter zurückgehen lassen. Die Börsenkurse in Asien und Europa gaben aber insgesamt nur leicht nach, auch der Yen zeigte sich stabil. «Zur Stunde gehen wir davon aus, dass das Beben keine grossen wirtschaftlichen Folgen haben wird», sagte Derek Halpenny von der Bank of Tokyo-Mitsubishi.

    An der New Yorker Rohstoffbörse fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate um 1,54 Dollar auf 101,16 Dollar. Zeitweise rutschte er sogar unter die 100-Dollar-Marke und fiel auf 99,01 Dollar je Barrel. Japan ist der drittgrösste Ölimporteur weltweit. Angesichts der Unruhen in Libyen war der Ölpreis seit Mitte Februar um 24 Prozent gestiegen.

  • 22:35 Uhr  

    Kürzerer Tag wegen Erdbeben

    Durch das schwere Erdbeben vor der japanischen Küste ist der Tag etwas kürzer geworden. Der NASA-Geophysiker Richard Gross berechnete, dass die Rotation der Erde durch das Beben der Stärke 8,9 um 1,6 Mikrosekunden schneller geworden sei, weil sich die Erdmasse verschoben habe. Eine Mikrosekunde ist eine Millionstel Sekunde.

    Das Beben von Sumatra 2004 führte sogar dazu, dass der Tag damals um 6,8 Mikrosekunden kürzer wurde. Das Beben in Japan am Freitag war das weltweit fünftstärkste, das seit 1900 gemessen wurde.

  • 21:12 Uhr  

    Notaktion soll AKW retten

    Nach dem Versagen des Kühlsystems im Atomkraftwerk Fukushima im Nordosten Japans wollen die Behörden jetzt leicht radioaktiven Dampf aus einem Reaktorbehälter lassen. Die erklärte die Atomsicherheitsbehörde am Samstag (Ortszeit).

    Der Grund: der Druck in einem der sechs Behälter stieg auf das Anderthaltfache des Normalstands. Die im Wasserdampf enthaltene Radioaktivität werde aber die Umwelt oder die menschliche Gesundheit nicht beeinträchtigen, versicherte die Behörde.

    Nach dem Beben war die Stromversorgung für das Kühlsystem ausgefallen. Selbst die Notstromgeneratoren hatten versagt. Derzeit läuft die Kühlung für einen der Reaktorbehälter nach Angaben der Behörde nur mit Batteriebetrieb. Bereits am Freitagabend hatte die Regierung die Evakuierung von Anwohnern angeordnet.

  • 21:10 Uhr  

    Schwerstes Beben in der Region seit 1200 Jahren

    Nach Angaben eines Experten des Geologischen Instituts der USA war das Beben vor der Küste Japans am Freitag das stärkste in der Region seit beinahe 1200 Jahren.

    Laut David Applegate, einem hochrangigen wissenschaftlichen Berater des Regierungsinstituts, brach die Erdkruste durch das Beben der Stärke 8,9 in 240 Kilometern Länge und 80 Kilometern Breite auseinander. Der Erdstoss dürfte nach Meinung Applegates in Japan Schäden in Höhe von Dutzenden Millionen Dollar angerichtet haben.

    Darauffolgender Tsunami riss alles mit sich fort:

  • 20:41 Uhr  

    Notstand in der ersten Nacht nach dem Erdbeben

    Die erste Nacht nach dem schwersten Erdbeben in der Geschichte Japans haben Millionen Menschen in völliger Dunkelheit verbracht. Mehr als acht Millionen Haushalte hatten weder Strom noch Telefon, in hunderttausenden weiteren fielen auch Gas und Wasser aus, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag (Ortszeit).

    «Es ist stockdunkel in unserem Viertel», sagte Makiko Tazaki in der Stadt Sendai im Nordosten der Hauptinsel Honshu, die besonders stark von dem auf das Beben folgenden Tsunami betroffen war. «Wir haben keinen Strom oder sauberes Wasser. Wir haben keine Heizung, es ist kalt», sagte die Mutter eines elfjährigen Sohns der Nachrichtenagentur AFP. Während des scheinbar minutenlangen Bebens habe sie sich an einer Säule festgehalten. «Ich wusste sofort, dass es kein Beben war, wie ich es kannte.»

    In Sendai wurden mindestens 1200 Häuser zerstört. 200 bis 300 Leichen wurden an den Strand der Stadt mit einer Million Einwohner geschwemmt. In der Nacht erschütterten weitere Nachbeben die Region.

  • 20:33 Uhr  

    Weiteres schweres Beben

    Nach dem verheerenden Erbeben mit hunderten Toten ist auch das Landesinnere Japans von einem schweren Erdstoss erschüttert worden. Das Beben der Stärke 6,6 am Samstag (Ortszeit) brachte Gebäude in Tokio ins Wanken. Sein Zentrum lag etwa 170 Kilometer nördlich der Hauptstadt in zehn Kilometern Tiefe.

    Seit dem Beben der Stärke 8,9 am Freitag wurde Japan von Dutzenden Nachbeben erschüttert. Der jüngste Erdstoss ereignete sich allerdings in einem anderen Landesteil. Berichte über Schäden gab es zunächst nicht. (dapd)

  • 19:54 Uhr  

    Tausende Leute werden rund um das AKW in Fukushima evakuiert:

  • 19:50 Uhr  

    Austritt von radioaktivem Material möglich

    Nach den Worten des japanischen Industrie- und Handelsministers ist ein geringfügiger Austritt radioaktiven Materials aus der Anlage in der Provinz Fukushima nicht ausgeschlossen. Es werde erwogen, radioaktiven Dampf abzulassen, um den Druck in einem Reaktor zu senken, berichteten japanische Nachrichtenagenturen am Freitag unter Berufung auf den Minister Banri Kaieda.

    Die Nachrichtenagentur Kyodo hatte zuvor einen Anstieg des Drucks in einem Reaktor der Anlage Fukushima gemeldet. Aus der Umgebung der Anlage im Norden von Tokio wurden zuvor 6000 Menschen in Sicherheit gebracht, nachdem das Kühlwasser in einem Reaktor auf einen beunruhigend niedrigen Stand gesunken war. (afp)

  • 19:37 Uhr  

    Der Druck im Reaktor steigt

    Nach dem Versagen des Kühlsystems in einer Atomanlage in Japan ist am Samstag (Orstzeit) der Druck in dem dazugehörigen Reaktor auf das Anderthalbfache des normalen Wertes gestiegen. Wie die japanische Atomsicherheitsbehörde mitteilte, könne langsam radioaktiver Dampf abgelassen werden, um den Druck wieder abzusenken. Der Vorgang würde sich den Angaben zufolge nicht auf die Umwelt oder auf die Gesundheit der Menschen in der Umgebung auswirken.

    Die Ingenieure täten ihr möglichstes, um das Kühlsystem wieder in Betrieb zu setzen, sagte die Behörde. Die Aussichten auf Erfolg seien derzeit jedoch gering. US-Aussenministerin Hillary Clinton erklärte, Washington stelle Japan Kühlflüssigkeit zur Verfügung. (dapd)

  • 19:25 Uhr  

    Immer noch droht die Atomkatastrophe

    Die Gefahr einer Kernschmelze und möglicherweise einer Explosion im Atomkraftwerk in Fukushima stieg und damit die Gefahr, dass es in zu einem GAU (grösster anzunehmender Unfall) kommen könnte. Die Regierung ordnete die Evakuierung tausender Anwohner etwa 270 Kilometer nordöstlich von Tokio an.

    Zwar versicherte die Regierung, bislang sei keine Radioaktivität entwichen, jedoch meldete die Nachrichtenagentur Kyodo, die Radioaktivität in einem Turbinengebäude des Atomreaktors Nummer 1 sei gestiegen. Nach Angaben des Fernsehsenders NHK stieg zudem der Druck in einem der Reaktoren. Die USA entsandten inzwischen Reaktorflüssigkeit nach Japan.

    Dagegen wurde ein Feuer in einem Turbinengebäude eines anderen Atomkraftwerk nach einigen Stunden gelöscht.

  • 18:53 Uhr  

    Radioaktivität im beschädigten AKW steigt

    Im Atomkraftwerk Fukushima soll die Radioaktivität des Reaktors Nummer 1 gestiegen sein. Dies berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung der Betreibergesellschaft.

    Wie «Spiegel» schreibt, soll auch das Dieselnotagregat, dass zur Abkühlung der Brennstäbe dienen soll, nicht angesprungen sein. Im Moment wird die Stromversorgung mit Batterien gespeist.

  • 18:18 Uhr  

    Widersprüchliche Angaben zum Störfall im AKW in Fukushima

    Sorgen bereitet den Menschen in Japan auch ein durch das Beben ausgelöster Störfall in einem AKW in Fukushima. Die Betreiber versuchen derzeit, mehr Wasser in das Kühlsystem zu pumpen.

    Nach Informationen der Umweltorganisation Greenpeace ragen die Brennstäbe bereits zwei Meter aus dem Wasser. Experten befürchten eine Kernschmelze und damit einen GAU, wenn nicht rasch das Kühlsystem wieder funktioniert.

    Militär rückt in Krisenregion

    Wegen eines sogenannten Station Blackouts musste die Notkühlung mit Batterien betrieben werden. Nach den Greenpeace-Informationen wurde Militär in die Krisenregion geschickt.

    Nach japanischen Medienangaben traf inzwischen ein Lastwagen mit dem notwendigen Gerät ein, um das Problem zu beheben. Die Behörden hatten 6000 Anwohner aufgefordert, das Gebiet um das AKW zu verlassen.

  • 18:05 Uhr  

    USA senden Kühlmittel für japanisches AKW

    Gemäss «Spiegel» sollen die USA Kühlmittel zum beschädigten AKW in Fukushima senden. Laut japanischen Medien soll sich die Lage im AKW aber wieder normalisiert haben. Dabei soll bislang kein radioaktives Material aus dem Reaktor ausgetreten sein.

  • 18:00 Uhr  

    Mehr als 1000 Tote befürchtet

    Bei dem verheerenden Erdbeben in Japan und dem anschließenden Tsunami sind am Freitag wahrscheinlich mehr als tausend Menschen ums Leben gekommen. Das meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Das Erdbeben im Nordosten Japans hatte eine Stärke von 8,8 bis 8,9.

  • 17:55 Uhr  

    Rund 1800 Gebäude in Minamisoma zerstört

    In der Stadt Minamisoma, Präfektur Fukushima, sind gemäss «Kyodo News» ungefähr 1800 Gebäude zerstört worden. In der Stadt im Nordosten Japans leben rund 70'000 Menschen.

  • 17:53 Uhr  

    Wie geht es den Swiss-Mitarbeitern in Japan?

    Swiss-Mitarbeiter sind in Japan betroffen.

    Quelle: Keystone

  • 17:48 Uhr  

    Schweizerische Korps halten sich bereit für Hilfseinsatz

    Nach dem schweren Beben und dem Tsunami in Japan hat die internationale Gemeinschaft dem Land ihre Hilfe angeboten. 35 internationale Such- und Rettungsteams wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

    Der Bundesrat zeigte sich bestürzt über die Naturkatastrophe in Japan. Er erklärte sich nach seiner Sitzung vom Freitag bereit, Soforthilfe zu leisten.

    Das Schweizerisch Korps für Humanitäre Hilfe halte sich bereit, um in kürzester Zeit ein Expertenteam zu entsenden, schreibt die Schweizer Regierung in ihrer offiziellen Stellungnahme zur Erdbebenkatastrophe in Japan.

  • 17:44 Uhr  

    Bislang 310 Tote gemeldet

    Im Norden Japans selbst haben am Freitag das Seebeben der Stärke 8,8 oder 8,9 und der darauf folgende zehn Meter hohe Tsunami hunderte Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Polizei wurden mindestens 310 Menschen getötet und mehr als 544 weitere verletzt. 350 Menschen wurden demnach vermisst.

  • 17:37 Uhr  

    U-Bahn in Tokio fährt die Nacht durch

    Um den Zehntausenden von Gestrandeten in der Hauptstadt Tokio die Heimreise zu ermöglichen, setzt die U-Bahn ihren Betrieb auch nach Mitternacht fort. Erst gegen den Abend konnten einige Linien wieder eröffnet werden. Dies berichtet die «Nikkei Shimbun».

  • 17:29 Uhr  

    «Ich hörte das Gebäude Knirschen»

    Augenzeugen berichten von ihren Erlebnissen:


  • 17:17 Uhr  

    Naoto Kan verspricht Hilfe

    «Wir werden alles dafür tun, um die Opferzahl auf einem Minimum zu halten», sagte Premier Naoto Kan während einer Pressekonferenz. Wichtig sei es, dass sich die Bevölkerung nach dem Schock zu beruhigen versuche und einen gemeinsamen Geist der gegenseitigen Hilfe entfalte. Der Premier kündigte gemäss der «Nikkei Shimbun» zudem die Entsendung von 300 Helikoptern und rund 40 Schiffen der Armee an. Japan hat bislang Hilfsangebote von 38 Ländern erhalten. Darunter seien die USA, Südkorea und China.

  • 16:57 Uhr  

    Japanische Fussball-Liga sagt Spiele ab

    Angesichts des Erdbebens in Japan hat die J-League, die japanische Fussball-Liga, alle 19 für das Wochenende geplanten Spiele vorläufig verschoben. Das teilte die Liga mit. Auch die Baseball-Liga sagte ihre Spiele in Tokio, Chiba und Yokohama ab. (dapd)

  • 16:51 Uhr  

    Alle zwanzig Minuten gibt es ein Nachbeben

    «In Tokio hat sich die Situation etwas beruhigt», schildert der in Tokio lebende Schweizer Dominic Junghänel Tagesanzeiger.ch/Newsnetz. «Es sind jedoch immer noch alle zwanzig Minuten Nachbeben zu spüren. Auf den Strassen herrscht ein Chaos. Viele Leute sind zu Fuss unterwegs, die meisten Zuglinien sind immer noch ausser Betrieb. Wir haben für die Nacht vier Freunde aufgenommen, weil sie nicht mehr nach Hause konnten. Unsere Nachbarn haben dasselbe gemacht. Die Menschen stehen Schlange vor den 24-Stunden-Supermärkten, die praktisch leer geräumt sind.» (jak)

    Japan twittert über das Erdbeben

  • 16:40 Uhr  

    Bis zu zwei Meter hohe Wellen treffen auf Hawaii

    Der vom Erdbeben in Japan ausgelöste Tsunami hat die Küste von Hawaii erreicht. Am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) trafen etwa ein Meter hohe Wellen zunächst die Inseln Oahu und Kauai, wie das Pazifische Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii bekannt gab. An der Küste Mauis erreichten die Wellen sogar eine Höhe von zwei Metern. Experten warnten, dass die Wellen noch grösser werden könnten. Allerdings rechne man nicht damit, dass sie auf Hawaii grössere Schäden anrichten würden. (dapd)

    Tsunami erreicht Hawaii

  • 16:37 Uhr  

    Die seismische Energie, die beim Erdbeben der Stärke 8,8 freigesetzt wurde, sei 178 Mal höher als beim Erdbeben von Kobe im Jahr 1995. Damals wurde eine Magnitudenstärke von 7,3 gemessen. Dies berichtet die Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology der Zeitung Nikkei Shimbun. Es sei mit weiteren Nachbeben und Tsunami zu rechnen. (jak)

  • 16:25 Uhr  

    Flugverkehr nach Japan wird aufrechterhalten

    Japan wird trotz Erdbeben weiterhin angeflogen. Wie ein Sprecher von Japan Airline sagte, ist beispielsweise ein Flug von Frankfurt am Main um 20.15 Uhr nach wie vor geplant. Allerdings könnte sich die Situation jederzeit ändern.

    Auch in Japan selbst geht der Betrieb nach Angaben der Airline weiter. Am Narita Airport soll ab 19.00 Uhr MEZ mit der Abfertigung begonnen werden. Mehrere Flughäfen – etwa der Sendai Airport (siehe Bild) – wurden derart in Mitleidenschaft gezogen worden, dass vorerst nicht an einen geregelten Flugverkehr zu denken ist. (dapd)

  • 16:10 Uhr  

    Küstenwache sucht nach Schiff mit 80 Menschen

    Die japanischen Behörden haben die Suche nach einem Schiff mit 80 Hafenarbeitern aufgenommen. Das Schiff sei im Bezirk Miyagi von dem Tsunami weggeschwemmt worden, teilte ein Sprecher der Küstenwache mit. (dapd)

  • 16:00 Uhr  

    «Ich fühlte mich wie in einem Flugzeug»

    Anna Andreva hatte mehr Glück als die Passagiere des verschwundenen Zugs in der Präfektur Miyagi: Die junge Wissenschaftlerin sass während des Erdbebens im Hochgeschwindigkeitszug nach Kyoto im Süden Japans. Der Zug sei automatisch gestoppt worden, erzählt sie der Nachrichtenagentur dapd im Telefoninterview. Sie habe einen kräftigen Erdstoss gespürt, der Zug, der auf einer Plattform fahre, habe gewackelt. «Ich habe mich wie in einem Flugzeug gefühlt.»

    Die Fahrgäste hätten den Zug nicht verlassen dürfen. Ungefähr eine halbe Stunde lang sei der Zug stehengeblieben, dann sei die Fahrt fortgesetzt worden. Verletzte habe es nicht gegeben. «Ich habe grosses Glück gehabt, mich hat das Ganze ja im Grunde nur am Rande betroffen», sagt sie. (dapd)

  • 15:40 Uhr  

    Zug mit unbekannter Zahl Passagiere vermisst

    Tokyuu Dentetsu, eines der grössten Bahnunternehmen in Tokio, hat laut der japanischen Zeitung Mainichi Shimbun seinen Betrieb wieder aufgenommen. In der Präfektur Miyagi im Nordosten des Landes ist ein Zug mit einer unbekannten Zahl an Passagieren verschwunden. Der Zug war auf dem Weg von Sendai nach Ishinomaki und wurde in der Nähe des Bahnhofs von Nobiru von der Flutwelle erfasst. (jak)

  • 15:35 Uhr  

    Nachwärme der AKW könnte zu Kernschmelze führen

    Auch nach der Abschaltung von Reaktoren bestehe aufgrund der nicht steuerbaren Nachwärme eine Gefahr, erklärt Greenpeace-Reaktorexperte Heinz Smital. «Selbst ein abgeschaltetes Atomkraftwerk kann noch zum Super-GAU führen.»

    In diesem Fall komme es noch zu so viel Nachwärme, dass man eine Kernschmelze nur dann verhindern könne, wenn die Kühlung sichergestellt sei. Das Erdbeben habe eine sehr grosse Energie gehabt, «so dass viele Systeme möglicherweise nicht funktionieren wie sie sollten». (sda)

    «Es kann immer noch zu einem Super-Gau kommen»

  • 15:30 Uhr  

    Millionen Haushalte sind ohne Strom

    Der japanische Sender NHK berichtet inzwischen von 8,4 Millionen Haushalten ohne Strom. Kyodo News berichtet, dass in der Präfektur Iwate 23 Schüler vom Tsunami erfasst wurden. In der Präfektur Miyagi suchen derzeit fast 2 Millionen Menschen in den 190 Zufluchtsstätten Unterschlupf. Gemäss Kyodo News suchen in Sendai rund 70’000 Menschen in 200 Zufluchtsstätten Schutz. Die japanische Armee bereitet derweil die Entsendung 8000 Soldaten in die Krisenregionen vor. (jak)

  • 15:15 Uhr  

    Google warnt seine Nutzer vor Tsunami

    Die japanischen Behörden haben für die gesamte Küste eine Warnung herausgegeben, mit wie grossen Flutwellen zu erwarten ist (siehe Bild). Auch Google hat einen Warndienst eingerichtet. Die Internet-Suchmaschine hat ihre Startseite geändert, um vor möglicherweise tödlichen Tsunami-Wellen zu warnen. Auf der englischsprachigen Seite des US-Unternehmens hiess es direkt unter dem Such-Fenster: «Tsunami-Alarm für Neuseeland, die Philippinen, Indonesien, Papua-Neuguinea, Hawaii und andere Staaten. Die vom Erdbeben der Stärke 8,9 in Japan verursachten Wellen werden wahrscheinlich in den nächsten Stunden aufschlagen.» (miw/dapd)

  • 15:03 Uhr  

    600 Schüler harren auf Dach aus

    Wie die Zeitung Mainichi Shimbun berichtet, haben zahlreiche Häuser in Sendai Feuer gefangen. In einer Primarschule haben rund 600 Schüler auf dem Dach Zuflucht gesucht haben, wo sie im Moment auf Hilfe warten. (jak)

  • 14:58 Uhr  

    Feuer in AKW ist gelöscht

    Das Kernkraftwerk von Onagawa brennt nicht mehr. Gemäss der Nachrichtenagentur dapd konnten die Einsatzkräfte das Feuer löschen. Wie der Betreiber der Anlage mitteilte, beschränkte sich der Brand auf ein Turbinengebäude. In einer weiteren Anlage in Onagawa kam es unterdessen zu einem Wasserleck. Radioaktivität soll nicht entwichen sein.

  • 14:36 Uhr  

    Hunderte von Leichen in Sendai

    Nach Medienangaben sind in Japan hunderte Menschen ums Leben gekommen. Allein in der von einer Flutwelle heimgesuchten Stadt Sendai im Nordosten des Landes seien 200 bis 300 Leichen an einem Strand gefunden worden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji. Zuvor hatte der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK von mindestens 90 Todesopfern gesprochen.

    Die Polizei erklärte, nach vorläufigem Stand gebe es 60 Tote, 56 Vermisste und 241 Verletzte. Die Polizei hob jedoch hervor, dass es sich um vorläufige Angaben handele, da die Lage sehr unübersichtlich sei. Die Nachrichtenagentur Jiji berichtete unter Berufung auf die Polizei, dass allein im Küstenort Ofunato nach einem Tsunami 48 Menschen, darunter 23 Schüler, vermisst würden.

    Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, nach dem Hereinbrechen eines Tsunamis sei in der besonders schwer betroffenen Präfektur Miyagi im Nordosten des Landes ein Zug mit einer unbekannten Zahl an Passagieren verschwunden. Der Zug war demnach auf dem Weg von Sendai nach Ishinomaki und wurde in der Nähe des Bahnhofs von Nobiru von der Flutwelle erfasst. NHK hatte zuvor berichtet, dass ein Schiff mit etwa hundert Menschen an Bord von einem Tsunami fortgetragen worden sei. Das Schicksal der Menschen an Bord sei unklar. (dapd/afp)

  • 14:25 Uhr  

    Tsunami kommt in Indonesien an

    Der Tsunami hat die Küste Indonesien mit einer Höhe von nur zehn Zentimetern erreicht. Nach Angaben des indonesischen Meteorologieamtes war eine zweite, höhere Welle aber nicht auszuschliessen.

    Verfolgen Sie den Verlauf des Tsunami:
    Die Welle rollt weiter

  • 14:22 Uhr  

    Südamerika bereitet sich auf Tsunami vor

    Nach Herausgabe einer Tsunami-Warnung für den gesamten Pazifikraum hat der chilenische Präsident Sebastian Pinera die Bürger seines Landes zur Ruhe aufgefordert. Die Behörden würden die Öffentlichkeit mit aktuellen Berichten über eventuelle Gefahren den ganzen Tag über auf dem Laufenden halten. Falls notwendig, bleibe noch genügend Zeit für Evakuierungen. In Kolumbien und Peru wurden erste Pläne für Evakuierungen entlang der Küsten bereits vorbereitet.

    Gegen 21.00 Uhr (MEZ) wird das Auftreffen der Welle auf die rund 3500 Kilometer vor der chilenischen Küste gelegenen Osterinseln erwartet. Dort bringen Fischer ihre Boote in Sicherheit, in einem höher gelegenen Teil der Hauptinsel wurde eine Notunterkunft für mehr als 5000 Inselbewohner und Touristen eingerichtet. (dapd)

  • 14:06 Uhr  

    «Es ist eines der sechs schwersten Erdbeben»

    Stephan Husen, Seismologe beim Schweizerischen Erdbebendienst, erklärt, wie stark das Erdbeben in Japan war. (Video: Keystone)



    Wie ein Basler das Beben in Japan erlebte

  • 14:05 Uhr  

    Schweizer Retter reisen kaum nach Japan

    Die Schweizer Rettungskette wird laut Deza-Vizedirektor Toni Frisch kaum in Japan zum Einsatz kommen. Die Zahl der Erdbebenopfer sei glücklicherweise eher bescheiden, sagte Frisch der «Tagesschau» im Schweizer Fernsehen.

    Die Schweiz habe aber Japan ein Hilfsangebot unterbreitet und stehe weiter in Kontakt. «Wir versuchen zur Zeit, weitere Informationen zu erhalten.» Aus seiner Sicht entfaltet sich in Japan möglicherweise eine Umweltkatastrophe, da offenbar eine Ölraffinierie in Brand steht. Dort könnte die Hilfe ansetzen.

  • 14:00 Uhr  

    Yen verlor vorübergehend an Wert

    Die japanische Währung Yen hat sich nach dem schweren Erdbeben in Japan von einem kurzzeitigen Einbruch wieder erholt. In den Handelsräumen wurde gemäss der Nachrichtenagentur Reuters darüber spekuliert, dass die Japaner im grossen Stil ihre Fremdwährungsbestände gegen Yen tauschen. Einen solchen Effekt, welcher die Währung stützt, hatte es bereits 1995 nach dem schweren Beben von Kobe gegeben.

    Unmittelbar nach dem Beben war der Yen stark unter Druck geraten. Die Währung fiel gegenüber dem Dollar auf ein Tagestief von 83.29 Yen, nachdem sie zuvor bei 82.80 Yen gelegen hatte. (sda)

  • 13:50 Uhr  

    Keine Hinweise auf Schweizer Opfer

    Der Bundesrat ist bestürzt von der Naturkatastrophe in Japan. Er erklärte sich nach seiner Sitzung vom Freitag bereit, Soforthilfe zu leisten. Das Schweizerisch Korps für Humanitäre Hilfe halte sich bereit, um in kürzester Zeit ein Expertenteam zu entsenden, schreibt die Schweizer Regierung in ihrer offiziellen Stellungnahme zur Erdbebenkatastrophe in Japan.

    Derzeit liefen Abklärungen, welche Form von Unterstützung benötigt werden. Die Humanitäre Hilfe beobachte auch die Konsequenzen des Tsunami in den anderen betroffenen Ländern, insbesondere auf den Philippinen und in Indonesien.

    Zurzeit gibt es nach Angaben des Bundesrats keine Hinweise auf Schweizer Bürgerinnen und Bürger unter den Opfern. Die Kontaktaufnahme gestalte sich aber derzeit schwierig. Die Schweizer Botschaft in Tokio soll demnächst personell aufgestockt werden. (sda)

  • 13:45 Uhr  

    Brand in zweitem Kraftwerk

    In dem am stärksten von der Katastrophe betroffenen Bezirk Miyagi ist in einer Nuklearanlage ein Feuer ausgebrochen. Wie der Betreiber der Anlage in der Stadt Onagawa mitteilte, beschränkte sich der Brand jedoch auf ein Turbinengebäude. Der Reaktor selbst sei nicht in Gefahr. Zuvor hatte es schon in der Atomanlage Fukushima gebrannt. Zu einem Austritt von Radioaktivität kam es aber nicht, wie der japanische Kabinettssekretär Yukio Edano mitteilte. (dapd)

  • 13:38 Uhr  

    Anwohner neben AKW evakuiert

    Rund 2000 Anwohner der Atomanlage Fukushima sind aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, soll das Gebiet um eine Atomanlage in der nordöstlichen Präfektur im Umkreis von zwei Kilometern evakuiert werden.

  • 13:30 Uhr  

    «Ich habe viele Erdbeben erlebt, aber so etwas noch nicht»

    Die japanische Bevölkerung zeigt sich geschockt über das starke Beben. «Ich habe viele Erdbeben erlebt, aber so etwas noch nicht», sagt der 46-jährige Osamu Akiya gegenüber der Nachrichtenagentur dapd. «Ich weiss nicht, ob wir heute Abend in der Lage sein werden, nach Hause zu gehen.» In seinem Büro waren bei Erdstössen Bücherregale umgefallen und Computer heruntergestürzt.

    Am Shinjuku-Bahnhof, dem belebtesten Bahnhof weltweit, standen zahllose Menschen und warteten darauf, dass der Betrieb wieder aufgenommen wird und sie nach Hause fahren konnten. Über das Fernsehen wurden Beschäftigte aufgerufen, ihre Arbeitsplätze zunächst nicht zu verlassen: Ihnen drohten bei möglichen Nachbeben womöglich Verletzungen, hiess es.

    Aus dem Erdbebengebiet selbst lagen noch wenig Angaben vor. Hiroshi Sato, ein Katastrophenmanager in der nördlichen Präfektur Iwate, sagte, es gebe noch keinen Überblick über die Lage. «Wir kennen noch nicht einmal das Ausmass des Schadens», erklärte er. «Strassen sind beschädigt und zum Teil unpassierbar, nachdem Flutwellen dort Trümmer und kaputte Autos zurückgelassen haben.» (dapd)

    Japan twittert: Die Brotregale sind leer

  • 13.20 Uhr  

    Tausende Indonesier fliehen vor Tsunami

    Im Nordosten Indonesiens haben sich tausende Menschen vor einem möglichen Tsunami in Folge des schweren Erdbebens in Japan in Sicherheit gebracht. Die Behörden erwarteten für die Küstengebiete eine bis zu zwei Meter hohe Flutwelle.

    Nach dem Ertönen von Warnsirenen sprangen Bewohner der Region in Autos und auf Motorräder und fuhren auf höher gelegenes Gelände. Andere flüchteten sich in Moscheen oder wurden zu Polizeiwachen oder Militärkasernen gebracht. In Indonesien gilt eine Tsunami-Warnung für einen fast 1800 Kilometer langen Küstenabschnitt, der von der Provinz Nord-Sulawesi bis nach Papua reichte. Indonesien war von dem Tsunami im Indischen Ozean 2004 mit 230'000 Todesopfern am schwersten getroffen worden.

  • 13:10 Uhr  

    Hamsterkäufe in Tokio

    Einigen Lebensmittelläden in Tokio sind offenbar die Vorräte ausgegangen. Die Nachrichtenagentur Reuters zeigt Bilder von leeren Regalen. Offenbar deckte sich die Bevölkerung unmittelbar nach dem Beben mit Essen und Getränken ein. Gemäss dem Nachrichtensender NHK rufen die Behörden die Bevölkerung auf, sie sollten an ihrem Arbeitsplatz bleiben, weil sie zurzeit nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zurückkehren könnten.


    Stärkstes Beben seit mindestens 140 Jahren (Video: Reuters)

  • 13:05 Uhr  

    Japan erwartet eine kalte Nacht

    Der Wetterdienst des japanischen Senders NHK kündigt eine kalte Nacht mit Temperaturen bis zu minus vier Grad an. Wie viele Personen nach dem Erdbeben ohne Obdach sind, lässt sich zurzeit nicht sagen. Unklarheit herrscht auch immer noch über die Zahl der Toten. Gemäss der Nachrichtenagentur AFP sind durch das Beben und den anschliessenden Tsunami mindestens 40 Menschen gestorben, 39 Personen werden vermisst.

  • 12:55 Uhr  

    Russland und USA versprechen Japan Hilfe

    Die internationale Gemeinschaft hat Japan ihre Hilfe angeboten. 35 internationale Such- und Rettungsteams seien in Alarmbereitschaft versetzt worden, sagte die Sprecherin des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (OCHA), Elisabeth Byrs, in Genf. Die Einsatzkräfte verfolgten die Situation in Japan und stünden bereit, wenn das Land um Hilfe bitte. OCHA-Experten stünden im ständigen Austausch mit der japanischen Katastrophenschutzbehörde.

    US-Präsident Barack Obama sprach den Betroffenen des Erdbebens und der Flutwellen sein Mitgefühl aus. «Die USA stehen bereit, um dem japanischen Volk in dieser Zeit der schweren Belastung zu helfen», erklärte er in Washington. Die Freundschaft beider Länder sei «unerschütterlich» und die nun eingetretene «Tragödie» verstärke die Entschlossenheit der USA, Japan beizustehen.

    Auch der russische Präsident Dmitri Medwedew bot Japan Hilfe an. «Wir stehen natürlich für unsere Nachbarn bereit, um mit den Folgen dieses sehr schweren Erdbebens klarzukommen», sagte Medwedew in im Fernsehen übertragenen Äusserungen. Er wies die russischen Behörden zudem an, alles zu unternehmen, um die Schäden durch einen Tsunami an der Küste der vor Japan liegenden Kurilen-Inseln so gering wie möglich zu halten. (AFP)

  • 12:50 Uhr  

    Gemäss dem Nachrichtensender NHK sind noch immer tausende von Haushalten im Land ohne Strom. Die Tokioter U-Bahn ist noch immer lahm gelegt.

  • 12:40 Uhr  

    Beben verbog Spitze des Fernsehturms

    Der oberste Teil des Tokioter Fernsehturms Tokyo Tower wurde laut einem Bericht der Yomiuri Shimbun leicht gekrümmt. Die Krümmung ist mit blossem Auge erkennbar, wie ein Bild der Nachrichtenagentur Jiji-News zeigt. Der Tokyo Tower ist 330 Meter hoch und ein Wahrzeichen der Stadt. Der Fernsehturm wurde 1959 nach dem Vorbild des Eiffelturms gebaut. (jak)


  • 12:32 Uhr  

    Offenbar keine Radioaktivität entwichen

    Die japanischen Behörden versichern, dass weder im brennenden AKW von Onagawa noch aus den anderen Atomanlagen des Landes radioaktives Material ausgetreten sei, meldet die Nachrichtenagentur AFP. Die Atomanlage in Fukushima war nach dem verheerenden Erdbeben geschlossen worden. Die Ausrufung des Notstand sei eine Vorsichtsmassnahme, sagte Kabinettssekretär Yukio Edano. Die Anlage sei nicht in unmittelbarer Gefahr. (AFP)

  • 12:18 Uhr  

    Die Zahl der Toten bleibt nach dem Erdbeben vorerst unklar. Die japanische Tageszeitung Mainichi spricht von 39 Toten, Agenturen sprechen von 29 bis 32 Menschen, die ums Leben kamen. Mindestens drei Bewohner von Tokio starben gemäss der Nachrichtenagentur AFP.

    Die Polizei konnte zunächst keine genauen Angaben zur Opferzahl machen. «Die Schäden sind so enorm, dass wir mehr Zeit brauchen, um die Informationen zusammenzutragen», sagte ein Polizeisprecher. Durch das Beben wurden auch zahlreiche Menschen verletzt. In Tokio stürzte das Dach eines Konferenzzentrums ein, in dem etwa 600 Studenten an einer Zeremonie teilnahmen, wie die Feuerwehr mitteilte. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.


  • 11:45 Uhr  

    Hawaii: Evakuierung und Hamstereinkäufe

    Nach den Philippinen und Russland hat auch der US-Bundesstaat Hawaii Evakuierungsmassnahmen eingeleitet. «Wir haben etwa vier Stunden, um die Küste zu räumen», sagte John Cummings vom Katastrophenschutzamt in der hawaiianischen Hauptstadt Honolulu. «Es sieht so aus, als wenn es sich um ein sehr ernstes Ereignis handelt.»

    Die ersten Warnsirenen schlugen gegen 22.00 Uhr Ortszeit (9.00 Uhr MEZ) Alarm und sollten jede weitere Stunde losgehen. Die ersten Wellen sollten die Inselkette Hawaii gegen 2.55 Uhr Ortszeit treffen. Die Behörden organisierten Busse, um die Menschen in Sicherheit zu bringen. Hawaii liegt etwa 4000 Meilen östlich des Epizentrums des Bebens. Die Bevölkerung strömten in die Supermärkte, um sich mit Wasser und Proviant einzudecken (siehe Bild).

    Im US-Pazifikterritorium Guam wurde ebenfalls die Küste evakuiert. Die Regierung von Guam teilte mit, alle Strände seien geschlossen worden, bis auf weiteres dürfe sich niemand an die Küste begeben. Eine Tsunami-Vorwarnung wurde auch für Französisch-Polynesien ausgesprochen, allerdings noch keine Alarmphase. Die Behörden prüfen derzeit noch, ob die südpazifischen Inseln ebenfalls von Tsunami-Wellen getroffen werden könnten. (afp)

  • 11:32 Uhr  

    Behörden korrigieren Zahl der Todesopfer

    Beim Erdbeben sind nach jüngsten Regierungsangaben mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen, berichtet die Nachrichtenagentur dapd. Die Infrastruktur im Land wurde zu einem grossen Teil zerstört, zahlreiche Einrichtungen, wie hier der Flughafen von Sendai, stehen unter Wasser.

  • 11:28 Uhr  

    Wie die Tageszeitung «Asahi Shimbun» berichtet, ist in einem Supermarkt in der Stadt Ishinomaki, Präfektur Miyagi, die Decke eingestürzt. Es wird vermutet, dass rund 100 Menschen darin begraben wurden. (jak)

  • 11:19 Uhr  

    Brand in Atomanlage

    Am Atomkraftwerk Onagawa im Nordosten Japans brach nach dem schweren Erdbeben ein Feuer aus. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

    Widersprüchliche Meldungen gab es über das Atomkraftwerk (AKW) Daiichi. Die Nachrichtenagentur Jiji meldete, dort seien die Kühlsysteme ausgefallen, Radioaktivität sei aber nicht ausgetreten. Später meldete Jiji unter Berufung auf die Regionalbehörden in Fukushima, die Kühlsysteme seien intakt.

    Die japanische Regierung hat Medienberichten zufolge beschlossen, den atomaren Notstand auszurufen. Dieser tritt dann ein, wenn der Austritt von Radioaktivität sich bestätigt oder ein Kühlsystem eines AKW ausfällt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte mit, vier Atomkraftwerke in der Nähe des Erdbebengebietes seien aus Sicherheitsgründen abgeschaltet worden. (sda/dapd/afp)

  • 10:55 Uhr  

    Die Katastrophenbehörde in der Präfektur Fukushima berichtet laut der Tageszeitung Yomiuri, dass im Atomkraftwerk Nummer 1 bei der Stadt womöglich Strahlen freigesetzt wurden. Die Atomkraftwerke werden in Japan bei Erdbeben automatisch heruntergefahren. Insgesamt gibt es 55 Atomkraftwerke im Land. (jak)

  • 10:50 Uhr  

    «Ich bin eben erst in Tokio gelandet»

    Der Mitarbeiter einer Zürcher Informatikfirma reiste heute nach Tokio. Kaum gelandet, begann der Boden zu schwanken. Gegenüber baz.ch/Newsnet schildert er seine Eindrücke. Als die Erde in Japan um 14.46 Uhr Ortszeit zu schütteln begann, war Sergio Kaufmann gerade Mal seit zwei Stunden in Tokio. «Ich bin heute morgen aus Zürich kommend gelandet», so der Schweizer. Was er erlebte, schildert Kaufmann als «ziemlich eindrücklich». Menschen verlassen Gebäude und versammeln sich in den Strassen. Kaufmann zückt seine Handy-Kamera und filmt Evakuierungsszenen in der japanischen Grosstadt und schickt sie an unsere Redaktion.

    Lachen oder weinen? Der Schock sitzt Kaufmann in den Knochen

    «Im Moment leider nicht», schreibt Kaufmann auf unsere Frage, ob wir ihn telefonisch erreichen könnten. Eine Datenverbindung hat Kaufmann aber. Im Halbstundentakt schreibt er und schickt Bilder. Mit unserem Korrespondenten in Tokio gibt es keinen Telefonkontakt.

    Während sich in der Region um die Hafenstadt Sendai ein gewaltiger Tsunami ins Landesinnere frisst, meldet Kaufmann: «Die Lage scheint sich zu normalisieren.» In Tokio, rund 130 Kilometer vom Epizentrum entfernt, sind die Leute zwar beunruhigt, es bricht aber keine Panik aus. «Die meisten Leute blieben ruhig.» Kaufmann, noch immer in den Strassen von Tokio, meldet später: «Mir hat ein älterer Japaner gesagt, das sei das stärkste Erdbeben, das er je erlebt habe.» Das heutige Beben geht offenbar auch erprobten Japanern über das normale Mass hinaus. (cpm)

  • 10:45 Uhr  

    Karte zeigt den Weg der Welle

    Der Tsunami ist nach Angaben des Roten Kreuzes die grösste Sorge nach dem Erdbeben im Pazifik vor Japan. Die Welle sei höher als manche Inseln in dem Ozean. Der Tsunamialarm wurde für den gesamten Pazifikbereich ausgeweitet. (Quelle: AFP/ NOAA )

    Wann die Wellen wo eintreffen werden

  • 10:30 Uhr  

    Welle ist höher als manche Insel im Pazifik

    Die Zahl der Todesopfer erhöht sich laufend. Nach Medienberichten sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere der Opfer seien durch den Einsturz von Häusern getötet worden, hiess es in den Berichten.

    Die örtlichen Behörden seien nicht in der Lage, den Menschen zur Hilfe zu kommen. Die Katastrophe sei so schlimm, dass selbst örtliche Rettungsdienste zusammengebrochen seien.

    Der Tsunami ist nach Angaben des Roten Kreuzes die grösste Sorge nach dem Erdbeben im Pazifik vor Japan. Die Welle (im Bild die Küste beim japanischen Sendai) sei höher als manche Inseln in dem Ozean. (sda)

  • 10:25 Uhr  

    Schwerstes Erdbeben in Japans Geschichte

    Die Regierung in Tokio gehe von der Annahme aus, dass es möglicherweise das bislang schlimmste Erdbeben in der Geschichte Japans sei, sagte der Chefsekretär des Kabinetts, Yukio Edano, nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. (sda)

  • 10:19 Uhr  

    Tsunami-Warnung von Russland bis Costa Rica

    Für fast die gesamte Pazifik-Region ist eine Tsunami-Warnung ausgegeben worden. Ausgenommen sind lediglich die Westküsten der USA und Kanadas, wie das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik mitteilte.

    Die Warnung gilt unter anderem für folgende Länder: Russland, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Papua Neuguinea, Australien, Neuseeland, Fidschi, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru. Klicken Sie auf die Karte mit den Tsunami-Warnungen rund um Japan. (sda)

  • 10:12 Uhr  

    Beben fordert mindestens 19 Tote

    Nach Medienberichten sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere der Opfer seien durch den Einsturz von Häusern getötet worden, hiess es in den Berichten. Das japanische Meteorologieamt erklärte, das Beben sei das stärkste, das je in Japan gemessen worden sei, und habe eine Stärke von 8,8 gehabt. (afp)

    Video von Augenzeugen

    Zeitpunkt des Erdbebens in Sendai. Familie flüchtet aus dem Haus.



    (Quelle: Youtube)

  • 10:05 Uhr  

    In mehreren Küstengebieten am Pazifik wurden Tsunami-Warnungen ausgesprochen. Betroffen sind Länder wie Indonesien, Russland oder die Philippinen. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum im US-Staat Hawaii gab eine Tsunami-Warnung für den Grossteil des Pazifikraums heraus. Davon betroffen waren unter anderem Russland, die Philippinen, Papua- Neuguinea, Australien, Neuseeland, die Pazifikküste Südamerikas und Hawaii. In Honolulu waren kurz nach Herausgabe der Tsunami-Warnung Sirenen zu hören. Klicken Sie auf die Karte mit den Tsunami-Warnungen.

  • 09:59 Uhr  

    Wolkenkratzer wankten noch 30 Minuten nach dem Beben

    30 Minuten nach dem Erdbeben wankten in Tokio einige Gebäude noch immer, Mobilfunk- und Telefonnetze waren gestört. Züge kamen zum Stillstand, Fahrgäste mussten entlang den Gleisen zum nächstgelegenen Bahnsteig laufen. Hunderte Menschen wurden aus der Station Shinjuku in einen nahegelegenen Park in Sicherheit gebracht. Der wichtigste Flughafen von Tokio wurde geschlossen. (dapd)

  • 09:49 Uhr  

    Ölraffinerie steht in Brand

    Das schwere Beben in Japan hat offenbar einen Grossbrand in einer Raffinerie ausgelöst. Der Industriekomplex in der Stadt Iichihara im Grossraum Tokio stand in Flammen, wie im japanischen Fernsehen zu sehen war. Die Anlage wird von dem japanischen Erdölkonzern Cosmo Oil betrieben. (sda)

  • 09:35 Uhr  

    Fünf Tote in Pflegeheim

    Die japanische Zeitung «Yomiuri Shimbun» berichtet von fünf Toten in der Stadt Minamisoma in der Präfektur Fukushima im Norden des Landes. Demnach sei ein Pflegeheim eingestürzt, dabei seien fünf Menschen ums Leben gekommen. In der Präfektur Tochigi ist laut der Zeitung ein Mann von einer einstürzenden tödlich getroffen worden. In einer Schule in derselben Präfektur ist offenbar die Decke eingestürzt. 20 Schüler wurden verletzt. Ein Schüler wird vermisst. Auch die Präfektur Ibaraki wurde eine Frau von einem eingestürzten Dach getroffen. In der Präfektur Chiba bei Tokio wurde ein Mann von einer einfallenden Steinmauer tödlich am Kopf getroffen. Auch der Flughafen Narita berichtet von einer verletzten Person. In der Stadt Shirakawa (Präfektur Fukushima) hat ein Erdrutsch 5 Häuser begraben. 8 Menschen werden vermisst.

    In einem 9-stöckigen Hochhaus in Tokio ist eine Decke eingestürzt. 25 Personen wurden verletzt. Die Feuerwehr in Tokio berichtet von weiteren zahlreichen Verletzten im Osten der Stadt. Mehrere Häuser seien in Brand. Auf der städtischen Autobahn seien Autos und Lastwagen umgekippt. Praktisch der gesamte Bahnverkehr in der Region wurde gestoppt. Auch die U-Bahn-Linie in Tokio ist momentan nicht in Betrieb. (jak)


  • 09:32 Uhr  

    Russland bringt 11'000 Menschen in Sicherheit

    Auf der russischen Insel Sachalin sind rund 11'000 Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Nach Behördenangaben könnten mehrere Dörfer getroffen werden. Das Erdbeben selbst richtete auf Sachalin keine Schäden an. (dapd)

  • 09:30 Uhr  

    Philippinen evakuieren Bevölkerung

    Die Behörden auf den Philippinen haben die Evakuierung von Ortschaften an der Ostküste angeordnet. Der Direktor des Instituts für Vulkanologie und Seismologie, Renato Solidum, sagte, die ersten einen Meter hohen Wellen würden am Nachmittag (Ortszeit, 10.00 Uhr MESZ) erwartet. Bewohner der Küste wurden aufgefordert, sich auf höher gelegenes Gelände zu begeben. (dapd)

  • 09:21 Uhr  

    Keine Schäden an Atomkraftwerken

    Das Erdbeben in Japan hat nach Angaben von Ministerpräsident Naoto Kan «grossen Schaden» angerichtet. An den Atomkraftwerken in dem betroffenen Gebiet seien jedoch keine Schäden zu verzeichnen, sagte Kan. Der Sprecher der japanischen Regierung erklärte, in das Katastrophengebiet würden Soldaten entsandt. (dapd)

  • 09:16 Uhr  

    Stromversorgung in Tokio bricht zusammen

    In Tokio kam das Kabinett zu einer Krisensitzung zusammen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldet. Für vier Millionen Haushalte der südlich vom Epizentrum des Bebens gelegenen Hauptstadt brach die Stromversorgung zusammen.

  • 09:05 Uhr  

    Kinder sollen ins Meer gespült worden sein

    Der japanische Sender NHK berichtet von mindestens 20 Verletzten in der Region Tokio. Mehrere Kinder sollen ins Meer gespült worden sein. Die Landebahn des Flughafens von Sendai sei überschwemmt worden, berichtete die Flughafenbehörde. Autos wurden von den Fluten mitgerissen (siehe Bild).

    Fernsehbilder zeigen die grosse Verzweiflung in den Gesichtern der Menschen an der japanischen Ostküste: Frauen schwingen grosse weisse Tücher aus den Fenstern ihrer Häuser, um Hilfe zu bekommen. Sie sind gefangen in den oberen Etagen der Häuser, die vollständig von Wasser umgeben sind.

    Der schwere Erdbeben löste auch Erdrutsche aus, die Menschen unter sich begruben, wie die Nachrichtenagentur Kydo berichtete. Nachbeben erschütterten weiterhin das Katastrophengebiet, hiess es in Fernsehberichten. (sda)

  • 09:02 Uhr  

    Evakuierung der Marianen-Inseln

    Die Behörden haben für die Marianen-Inseln eine Evakuierung angeordnet.

  • 08:59 Uhr  

    Deutschland bietet Japan Hilfe an

    Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle hat Japan Unterstützung angeboten. «Wenn Hilfe erforderlich sein sollte, dann werden wir Deutsche natürlich unserem Partnerland Japan auch zur Hilfe kommen», sagte er im ZDF-«Morgenmagazin». Japan habe allerdings noch keine Unterstützung angefordert. Die Lage sei noch sehr unübersichtlich. (dapd)

  • 08:56 Uhr  

    Japans Premierminister reagiert erschrocken auf das Erdbeben

    (Video: Reuters)

  • 08:55 Uhr  

    Erdbeben drückt Tokioter Börse tief ins Minus

    Das Beben im Nordosten des Landes liess rund eine Viertelstunde vor Handelsschluss auch in Tokio die Häuser wanken.

    Der Betrieb an der Börse lief zwar weiter, aber die Anleger wollten wegen des Bebens ihr Risiko reduzieren - als sicher geltende Staatsanleihen verbuchten einen Kurssprung, die Landeswährung Yen gab nach. Auch vor dem Beben hatten bereits Sorgen über den hohen Ölpreis und dessen Folgen für die Weltkonjunktur die Kurse belastet.

    Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel mit einem Abschlag von 1,7 Prozent bei 10'254 Punkten. In Singapur gehandelte Futures auf den Nikkei fielen allerdings nach dem Handelsschluss in Tokio sogar unter 10'000 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab ebenfalls 1,7 Prozent auf 915 Stellen nach. (sda)

  • 08:50 Uhr  

    Tsunami-Warnung für praktisch alle Küstengebiete

    Die Behörden haben die Tsunami-Warnungen deutlich ausgedehnt. Das US-Tsunamiewarnzentrum dehnte die Warnung auf praktisch alle Küstengebiete am Pazifik aus, auch Indonesien gab eine Tsunami-Warnung für seine östlichen Küstengebiete aus. Auch für Australien und Südamerika gab es eine Tsunami-Warnung (afp)

  • 08:38 Uhr  

    Zehn Meter hohe Wellen erreichen die Küste

    Laut Medienberichten hat eine zehn Meter hohe Tsunami-Welle die Ostküste erreicht. Die Welle stiess auf die Hafenstadt Sendai. Die Nachrichtenagentur Jiji meldete ein erstes Todesopfer aus der Region östlich von Tokio.

  • 08:35 Uhr  

    Tokio stellt U-Bahn-Verkehr ein

    Die japanische Marine schickte Schiffe in die betroffenen Regionen. In weiten Teilen des Landes wurde der Flug- und Zugverkehr eingestellt, so auch am Hauptstadtflughafen Narita. In Tokio wurde auch der U-Bahn-Verkehr eingestellt.

  • 08:27 Uhr  

    Wasser reisst Autos und Schiffe mit

    Fernsehbilder zeigen, wie an der Ostküste des Landes Autos und Schiffe von den Wassermassen mitgerissen werden, aus der an der Küste gelegenen Präfektur Miyagi wurden zahlreiche Verletzte gemeldet.

  • 08:19 Uhr  

    Epizentrum in der Nähe der Stadt Sendai

    Das Epizentrum lag gemäss der Nachrichtenagentur SDA 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio.

  • 6:46 Uhr: Schweres Erdbeben (14:46 Uhr Ortszeit)  

    Bei einem schweren Erdbeben vor der Nordostküste Japans sind mehrere Menschen verletzt worden. In Miyagi habe es «zahlreiche» Verletzte gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Nach ersten Angaben erreichte das Beben eine Stärke von 7,9 auf der Richterskala. Später stufte die US-Erdbebenwarte das Beben auf eine Stärke von 8,9 herauf. Wie die japanische Wetterbehörde mitteilte, ereignete sich das Beben um 14.46 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von 10 Kilometern, etwa 80 Kilometer vor der Ostküste.

    Die Behörden gaben für die gesamte Küstenregion umgehend die höchste Tsunami-Warnstufe aus. Laut einem Fernsehsender erreichten vier Meter hohe Wellen die Pazifikküste des Landes. Auch für Russland und die pazifische Inselgruppe der Marianen wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Auch für Hawaii wird eine Tsunami-Warnung erwägt.

    Brände in Tokio

    In der Hauptstadt Tokio gerieten für mehrere Minuten Gebäude ins Wanken. Anwohner liefen in Panik auf die Strassen. Während ein starkes Nachbeben die Region erschütterte, zeigten Fernsehbilder, wie in einer Hafenstadt Autos und Schiffe von einer ankommenden Welle erfasst wurden.

    In der Hauptstadt Tokio wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji mindestens sechs Brände gemeldet. Der Tokioter Flughafen Narita wurde geschlossen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Einige Atomkraftwerke schalteten sich automatisch ab. Der Betrieb des Hochgeschwindigkeitszugs Shinkansen im Norden des Landes wurde eingestellt.

Erstellt: 11.03.2011, 07:10 Uhr

46

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46 Kommentare

Hagen Reimers

13.03.2011, 01:35 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Warum gehen die meissten Leute hier davon aus das wir ein Erdbeben von einer Staerke ueber 8,9 jemals erleben werden? Wir sind weit ab von jeglicher Plattentektonik und anderen Naturgefahren wie Ueberschwemmungen.. Aber natuerlich ist das hier ein perfekter Ort um ueber die Gefahr von AKWs zu reden wenn man sonst keine Argumente hat und sich nicht ueber die aktuelle Lage in Japan kuemmert.. Antworten


Gilles Müller

11.03.2011, 14:49 Uhr
Melden

Eine Katastrophe ist über Japan hereingebrochen. Antworten



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