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«Ich werde weiter Polizisten töten»

Aktualisiert am 06.07.2010 2 Kommentare

Raoul Moat ist auf einem blutigen Rachefeldzug im Norden Englands. Die Ex-Freundin hat er schwer verletzt, ihren Freund getötet und einen Polizisten angeschossen. Nun hat der Flüchtige der Polizei den Krieg erklärt.

1/3 «Ich bin ein Mörder und ein Verrückter»: Bodybuilder Raoul Moat.

   

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Der Bodybuilder Raoul Moat ist ausser Kontrolle geraten: Er hat angekündigt, dass er weiterhin Polizisten töten will. Die Polizei in Northumbria, im Nordosten Englands, ist gewarnt. In einem 49-seitigen Brief versucht der Schütze heute zu erklären, weshalb er auf drei Menschen geschossen hat – einschliesslich auf seine Ex-Freundin. Dass er seine Ex-Geliebte verletzt habe, tue ihm zwar leid, sie sei allerdings für seine Wut verantwortlich.

Die 22-jährige Samantha Stobbart hat Raoul Moat mit einem anderen Mann betrogen. Das hat sie Raoul Moat letzte Woche im Gefängnis gebeichtet und die Beziehung zu ihm für beendet erklärt. Moat musste in der Nähe der Stadt Newcastle eine zweimonatige Strafe absitzen. Am letzten Donnerstag wurde er entlassen.

Kurz darauf lauerte er Stobbart – mit der er eine 19 Monate alte Tochter hat – auf und schoss zweimal auf sie. Sie überlebte schwer verletzt. Ihr Freund Chris Brown überlebte einen Kopfschuss aber nicht. Auf seiner Flucht schoss er zudem auf den Polizeibeamten David Rathband. Er befindet sich noch immer in Lebensgefahr.

«Ich bin ein Mörder und ein Verrückter»

In dem heute veröffentlichten handgeschriebenen Brief, schreibt Moat, dass er der Öffentlichkeit keinen Schaden zufügen wolle, aber seine Vergeltung gegen die Polizei fortsetzen werde. Es hört sich an wie eine Kriegserklärung.

Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Schützen. Heute Morgen hat sie ein Haus umstellt. Der 37-Jährige befand sich allerdings nicht im Gebäude.

Der Brief ist mit Schreibfehlern übersät. «Ich befinde mich nicht auf der Flucht. Ich werde solange weiter Polizisten töten, bis ich selber tot bin», heisst es. Und weiter: «Ich bin ein Mörder und ein Verrückter, aber ich bin kein Feigling.»

Der Mörder jammert: «Sie haben mir alles genommen, Kinder, Freiheit und dann auch noch Samantha.» Moat schreibt, dass er sich wegen der Wut manchmal wie «Hulk» fühle. Vor allem, als er von der neuen Beziehung seiner Freundin erfuhr. «Ich liebe sie immer noch. Ich habe sie nie betrogen, ich wünschte, sie hätte mich auch nie betrogen. In meinem Kopf ist zurzeit ein riesiges Durcheinander. Ich habe seit drei Wochen pro Nacht nur eine Stunde geschlafen.» (bru)

Erstellt: 06.07.2010, 14:20 Uhr

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2 Kommentare

Markus Schneider

06.07.2010, 15:51 Uhr
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In den gezeigten Briefausschnitten ist von den behaupteten Schreibfehlern nichts zu sehen, mit denen der Brief angeblich "übersät" sei. Vielleicht ist der Mann gar nicht so verrückt? Antworten


Willy Kuster

08.07.2010, 11:01 Uhr
Melden

Das Familienrecht ist in England unterscheidet sich nicht von Anderen unserer westlichen Welt. Väter werden nach Scheidungen/Trennungen von Behörden & Justiz gnadenlos fertiggemacht. Mich wundert eher, dass nur so wenige Väter durchdrehen, nachdem das "System" Ihnen alles genommen hat. Obwohl ein Mord (fast) nie gerechtfertigt ist, tut mir der Typ fast leid. Antworten



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