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Lawine fordert im Glarnerland ein Todesopfer und zwei Verletzte

Aktualisiert am 16.01.2011

Bei einem Lawinenunglück am Südhang des Grossen Kärpf bei Elm im Kanton Glarus ist am Sonntag ein Skitourenfahrer ums Leben gekommen; zwei weitere Personen wurden verletzt.

Die Idylle trügt: Retter machen sich auf die Suche nach Verschütteten. (Bild Newspictures.ch)

Die Idylle trügt: Retter machen sich auf die Suche nach Verschütteten. (Bild Newspictures.ch)

Der Kärpf befindet sich oberhalb des Dorfes Elm

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Am Sonntagnachmittag kam es kurz nach Mittag im Gebiet Leglerhütte/Elm zu einem grösseren Lawinenniedergang. Wie die Rega gegenüber baz.ch/Newsnet mitteilt, ist zurzeit bekannt, dass es ein Todesopfer und zwei Verletzte gab. Weitere Menschen sollen offenbar nicht mitgerissen worden sein. Die Retter stehen immer noch im Einsatz, wie der Glarner Staatsanwalt Willi Berchten in einer Mitteilung schreibt. Er untersucht den genauen Unfallhergang.

Sturz über 80 Meter hohe Wand

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden keine weiteren Menschen von den Schneemassen mitgerissen, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Glarus auf Anfrage sagte. Bis am Abend zumindest ging keine Vermisstmeldung ein. Eine Person war teilweise verschüttet und leicht verletzt worden. Die andere Person hatte sich beim Sturz über eine zirka 80 Meter hohe Felswand schwer verletzt. Eine Person kam beim Lawinenunglück ums Leben.

Der Alarm sei gegen 12.30 Uhr eingegangen, sagte Rega-Sprecher Christian Trottmann. Sofort wurden zwei Rega-Helikopter der Basen Mollis GL und Erstfeld UR sowie zwei Helikopter der Heli-Linth zum Unfallort aufgeboten. Daneben standen auch 22 Rettungskräfte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) mit zwei Lawinenhunden im Einsatz.

Zwei Skitourenfahrer verletzt

Die Lawine ist südlich des fast 2800 Meter hohen Grossen Kärpfs niedergegangen. Über den Zustand der beiden Verletzten war zunächst nichts Näheres bekannt. Es soll sich um eine Gruppe von Tourenfahrern handeln.

Das Lawinenbulletin ging für das Gebiet ob Elm nur von einer «mässigen» Lawinengefahr aus. Laut Bulletin besteht aber die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen im Tagesverlauf. Besonders gefährdet sind sehr steile Südhängen unter 2400 Meter über Meer. (mrs, pbe/sda)

Erstellt: 16.01.2011, 19:26 Uhr

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