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Lucies Mutter hat Mitleid mit dem Mörder

Die Mutter der ermordeten 16-Jährigen will Daniel H. keine starken Gefühle widmen, nicht einmal Hass. Sie fordert aber eine politische Debatte um vermisste Personen.

Am Sonntag um 14.30 Uhr laden Nicole und Roland Trezzini, Lucies Eltern zum Gedenkmarsch an die Tochter nach Fribourg. Zweimal wird die Tochter beerdigt, einmal in Fribourg und einmal an ihrem Au-Pair-Ort Pfäffikon SZ.

Lucies Mutter widmet ihrem Mörder keine Gefühle – weder Liebe noch Hass, wie sie heute dem «Blick» erzählt. «Ich empfinde eher Mitleid. Der Mann ist krank.» Die Eltern setzen ihre Energie dafür ein, dass der Tod ihrer Tochter nicht vergebens war: Wenn einer krank sei, so dass er sein Handeln nicht mehr im Griff habe, «dann hat er auch kein Recht mehr auf Freiheit», sagt Nicole Trezzini.

Mit Plakaten für Marsch mobilisieren

Die Eltern, die sich vor vier Jahren trennten, gingen gemeinsam in den Zürcher Hauptbahnhof, um für den kommenden Trauermarsch mit Plakaten zu werben. «Wir hoffen, dass auch viele Deutschschweizer kommen», sagt Roland Trezzini im «Blick».

Die Eltern fordern ausserdem ein landesweites SMS-Alarmsystem, damit vermisste Personen schneller gesucht werden können. (oku)

Erstellt: 20.03.2009, 09:07 Uhr

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