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Männer-Mob bedrängt drei Mädchen in Einkaufszentrum

Aktualisiert am 26.02.2016

30 Männer belästigen drei Jugendliche: In der norddeutschen Stadt Kiel sind Mädchen von einer Männergruppe gefilmt und verfolgt worden.

Vier Festnahmen: Der Vorfall geschah im Einkaufszentrum Sophienhof in Kiel.

Vier Festnahmen: Der Vorfall geschah im Einkaufszentrum Sophienhof in Kiel.
Bild: Google Streetview

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Junge Ausländer haben in einer Kieler Einkaufspassage drei Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren massiv bedrängt und belästigt, wie die Polizei am Freitag in der schleswig-holsteinischen Hauptstadt mitteilte. Zu körperlichen Übergriffen kam es demnach nach bisherigem Stand der Ermittlungen nicht. Beamte nahmen vier Verdächtige vorläufig fest.

Den Angaben der Polizei zufolge beobachteten am frühen Donnerstagabend zunächst zwei Afghanen im Alter von 19 und 26 Jahren die Mädchen, verfolgten sie in ein Restaurant und filmten sie mit ihren Mobiltelefonen. Dann verschickten sie die Bilder offensichtlich weiter, worauf nach und nach 20 bis 30 «Personen mit Migrationshintergrund» dazukamen.

Attacke auf Beamte

Auch diese beobachteten und belästigten die Opfer demnach. Zwischenzeitlich flüchteten zwei Mädchen, kehrten dann aber zu ihrer zurückgelassenen Freundin in das Restaurant zurück. Daraufhin kehrten nach Polizeiangaben auch die zwei Afghanen zurück, setzten sich direkt neben sie und machten weiterhin Aufnahmen. Beobachter alarmierten den Sicherheitsdienst des Einkaufszentrums, der die Polizei verständigte.

Die Beamten nahmen die beiden afghanischen Haupttäter sowie zwei weitere Verdächtige vorläufig fest, wobei die Beamten massiv beleidigt und attackiert worden seien. Laut Polizei kam es unter anderem zu Bedrohungen und Körperverletzungsdelikten.

Polizeipräsenz

Eine von Experten spezieller Dienststellen unterstützte Ermittlungsgruppe der Polizei nahm die Ermittlungen auf. Sie wertet unter anderem auch die Handys der Beschuldigten aus. Die Polizei kündigte an, in den nächsten Tagen «brennpunktorientierte Präsenz» zu zeigen.

(AFP)

Erstellt: 26.02.2016, 23:08 Uhr

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