«Meine Frau flog plötzlich an die Decke»
Aktualisiert am 10.05.2009 12 Kommentare
Wenn plötzlich der Flieger absackt: Viele kennen das Gefühl. (Symbolbild)
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An Bord des Airbus A321 waren 147 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder. Unter den Passagieren waren unter anderem der portugiesische Parlamentspräsident Jaime Gama und weitere Parlamentarier, die von einem offiziellen Besuch in China zurückkehrten, sowie die portugiesische Fado-Sängerin Dulce Pontes.
Nicht angeschnallt
«Es hatte keine Warnung gegeben. Wir waren aber trotzdem angeschnallt. Unter den Verletzten waren ausser Besatzungsmitgliedern vor allem Passagiere, die ihre Sicherheitsgurte geöffnet hatten», berichtete Gama später in Lissabon.
«Ich hatte keine Angst, aber es war schon ein seltsames Gefühl zu sehen, wie der Getränkewagen durch die Luft flog», sagte der Parlamentspräsident der Zeitung «Público».
«Beängstigende Stille»
Ein Fluggast aus Estland berichtete dem Blatt: «Meine Frau flog plötzlich aus ihrem Sitz bis an die Decke der Maschine.» Im ersten Augenblick habe an Bord eine «beängstigende Stille» geherrscht. Es habe keine Schreie gegeben, sagte der 42-Jährige. «Dann fing meine Frau an zu weinen. Sie konnte den Hals nicht mehr bewegen und hatte starke Kopfschmerzen.»
«Die Passagiere reagierten insgesamt relativ gelassen auf die Turbulenzen», berichtete Gama. Es habe keine Panik an Bord gegeben. «Die Turbulenzen kamen für uns überraschend. Man hatte uns informiert, dass es 20 Kilometer entfernt ein Unwetter gegeben habe. Der Zwischenfall kam dann aber sehr unerwartet.»
Zwischenstopp in Genf
Bei dem Zwischenfall sind am Samstagabend 15 Menschen verletzt worden. Der Pilot entschloss sich aus Sicheitsgründen zu einer ausserplanmässigen Landung in Genf.
Der Pilot habe am Samstagabend um 20.20 Uhr den Flughafen Genf Cointrin über den Zwischenfall informiert, sagte Flughafensprecher Bertrand Stämpfli der Nachrichtenagentur SDA. Bei den starken Turbulenzen seien 13 Passagiere und 2 Flugbegleiterinnen verletzt worden.
Mit Ersatzmaschine weiter
Acht der Verletzten seien für zwölf Stunden zur Beobachtung in zwei Genfer Spitäler gebracht worden. Sieben weitere Personen, die nur Kratzer davontrugen, seien im Flughafen medizinisch betreut worden, erklärte der Flughafensprecher.
Die Lufthansa schickte nach dem Zwischenstopp in Genf eine Ersatzmaschine aus Frankfurt für den Weiterflug nach Lissabon. Der in Genf gelandete Airbus wurde technisch inspiziert. (cpm/sda)
Erstellt: 10.05.2009, 17:32 Uhr
12 KOMMENTARE
Es ist wie im Auto und eigentlich doch logisch, dass man/sie angeschnallt bleibt. Aber eben auch hier gibt es viele Porfilierungs Neurotiker/innen. Ich habe schon erlebt wie Leute im Gang herumstehen, um mit den hinter ihnen sitzenden Freunden herum zu labbern. Nach dem Motto " Das müssen alle Passagiere hören".
Wie oft wird vor und während dem Flug darauf hingewiesen, dass die Passagiere auch bei einem ruhigen Flugverlauf angeschnallt bleiben sollen? Eben! Ausser die Flight Attendants, die ihren Job machen, sind die Leute selber Schuld, wenn es sie an die Decke katapultiert.
Tja. Es gibt in jedem Flug halt immer noch zu viele Passagiere, die - kaum in der Luft - dringend aufs WC müssen, sich dafür durch die Maschine quetschen und es anschliessend mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, angeschnallt dem Ziel entgegenzudösen. Um sich hinterher als Helden der Lüfte - "Todesangst! Ich flog an die Decke!" - in Interviews zu profilieren. Direkt vom Baum ins Flugi ...
... vielleicht sollte man tatsächlich auf die Ansagen hören, dass man auch während des Fluges immer angeschnallt bleiben soll ;-)
"Unter den Verletzten waren ausser Besatzungsmitgliedern vor allem Passagiere, die ihre Sicherheitsgurte geöffnet hatten." Tja, wer nicht hört, der muss spüren. Oder zieht ihr beim Motorradfahren auch keinen Helm an? Und welcher unbelehrbare Ewiggestrige fährt heutzutage noch im Auto ohne Gurt?
Ich habe auch schon sehr viele Turbulenzen erlebt, vor allem einmal 1999 beim Überflug über ein Gewitter in Pakistan. Das war auch sehr heftig, aber nicht dass da etwas rumflog. Ich bleibe grundsätzlich immer angeschnallt, wenn ich fliege. Turbulenzen können eben auch bei wolkenlosem Himmel auftreten. Bei jedem Flug sagt der Pilot: Aus Sicherheitsgründen möglichst immer anschnallen.
wie im auto: anschnallen! die meisten glaubens eben nicht!
«Es hatte keine Warnung gegeben»: Vor jedem einzelnen Flug wird man von den Flugbegleitern explizit darauf hingewiesen, sich immer anzuschnallen, wenn man am Platz sitzt! Es brauch also keine extra Warnung, wenn man diese Hinweise ernst nimmt, und nicht wie die meisten Passagiere mit einem Lächeln abtut
Etwas ähnliches ist vor einigen Wochen auf einem Air Canada Flug von Australien nach Vancouver passiert. . Wichtig!. Am Sitz immer angeschnallt bleiben.Nebst Turbulenzen gibt es durch Instumente ausgelöste Sturzflüge.Ein seriöser Pilot kann jeden Sturm dank modernen Methoden um- oder überfliegen, aber viele wollen Zeit und Kerosin sparen. Airlines wie Korean haben dafür ein Bonus System!
Hatte vor einigen Jahren etwas Aehnliches auf einem Flug mit Edelweiss-Air nach Mykonos erlebt. Nichts deutete in 10000 Meter Höhe auf irgendwelche Turbulenzen hin. Urplötzlich schoss das Flugzeug dreihundert Meter in die Höhe und fiel dann sogleich 600 Meter in die Tiefe. Die Getränkewagen flogen wie Geschosse durch die Luft. Zum Glück gabs nur Leichtverletzte. Fazit: IMMER angeschnallt bleiben!
Doch einigermassen erstaunlich, dass ein Pilot vorgängig zwar eine Unwetterwarnung durchgab, jedoch keine Anschnallpflicht für Personal und Passagiere erliess. Zudem lassen sich solche Unwetter umfliegen, man muss ja nicht mitten hindurch fliegen.
Mit Leuten die im Flugzeug nicht angeschnallt sind und jammern wenn was passiert, habe ich kein Mitleid. Habe selbst einmal einen Passagier in LGA gesehen, der bei einer plötzl.Bremsung auf dem vereisten Taxiway 15m durch den Gang geschleudert wurde und den Arm brach. Immer auch ein Aergernis sind Leute die schon aufstehen bevor das Flugzeug am Dock stillsteht.
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