Panorama

Millionen-Diamant war nur Bergkristall

Aktualisiert am 19.02.2010 4 Kommentare

Ein Rohdiamant im Wert von 2,5 Millionen Euro hat sich als billiger Bergkristall entpuppt: Der drei Mal drei Zentimeter grosse Stein war am 14. Januar am Frankfurter Flughafen beschlagnahmt worden.

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Beamte der Bundespolizei hatten bei der Kontrolle eines aus Namibia eingereisten 38-jährigen Angolaners festgestellt, dass er ein echtes portugiesisches Visum und ein gefälschtes namibisches Visum bei sich hatte. Er wolle in Portugal mit Autos handeln, erklärte der Afrikaner und legte einen Rohdiamanten vor, mit dem er diese Autos bezahlen wollte. Dieser sei 70'000 US-Dollar wert.

Zollbeamte taxierten den Stein jedoch auf einen Verkehrswert von 2,5 Millionen Euro. Die Zollverwaltung leitete ein Steuerstrafverfahren ein; der Steuerschaden wurde auf etwa 500'000 Euro beziffert. Der Mann kam in Untersuchungshaft.

«Der Stein ist 20 Euro Wert»

Nun gibt es neue Erkenntnisse: «Der Stein ist 20 Euro Wert, das hat ein Gutachter festgestellt», sagte Frankfurts Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu am Freitag.

Die Frankfurter Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu sagte, die Experten hätten den Stein in ein Durchleuchtungsgerät zur Dichtemessung gelegt. Aufgrund dessen sei die Einstufung als Diamant erfolgt. Die Staatsanwaltschaft habe den Stein danach Experten des Bundeskriminalamts zur Begutachtung vorgelegt. Diese seien zum Ergebnis gekommen, dass es sich um einen Bergkristall handele. (bru/ddp)

Erstellt: 19.02.2010, 15:35 Uhr

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4 Kommentare

Franz Fischli

19.02.2010, 16:25 Uhr
Melden 1 Empfehlung

...Pech gehabt, ihr gierigen staatlichen Geldschergen! Antworten


Peter Berlepsch

19.02.2010, 15:54 Uhr
Melden

Was mögen das für "Experten" gewesen sein? Der Stein ist ein Rosenquarz wie er von vielen Esoterikern auf den Bildschirm gelegt wird (wozu auch immer). Die Frage nach dem Diamanten kann mit einem einfachen Prüfgerät für Wärmeleitfähigkeit beantwortet werden. Dichtemessung aufgrund einer Durchleuchtung? Nun ja, es wurde ja nicht gesagt, um was für Experten es sich handelte. Realsatire pur! Antworten



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