Misslungener Raketentest als Schauspiel am Nachthimmel

Russlands Rüstungsindustrie hat sich wieder einmal blamiert. Eine Langstreckenrakete explodierte, wo sie nicht sollte. Das hat aber immerhin einen schönen Nebeneffekt ausgelöst.

Grüsst hier die verirrte russische Rakete? Nachthimmel über einer Stadt in Nordnorwegen.

Grüsst hier die verirrte russische Rakete? Nachthimmel über einer Stadt in Nordnorwegen.
Bild: Reuters

Mysteriöses Licht in Norwegen

(Quelle: Reuters)

Am Donnerstagmorgen machte die Meldung die Runde, in Russland sei der Test einer Interkontinentalrakete mit Mehrfachsprengköpfen fehlgeschlagen. Die auf eine Reichweite von 8000 Kilometern ausgelegte Rakete vom Typ Bulawa explodierte in der Luft, nachdem sie von einem U-Boot im Weissen Meer abgefeuert wurde, so die Zeitungen «Kommersant» und «Wedomosti» unter Berufung auf Verteidigungskreise. Es war bereits der neunte Fehlschlag bei bislang 13 Tests. Die Rakete sei am Mittwoch im Weissen Meer abgefeuert worden, und in der Luft explodiert.

Weil gleichzeitig in Norwegen am Nachthimmel ein mysteriöses Lichtspektakel beobachtet wurde, spekulieren Medien in Norwegen und Russland über einen möglichen Zusammenhang. Das russische Verteidigungsministerium soll aber genau das bestätigt haben. Allerdings fehlt es bislang an Expertenstimmen, die das Phänomen verständlich erklären können. Zu sehen war nach norwegischen Berichten ein spiralförmiges Licht.

In Russland wachsen inzwischen die Zweifel an der Verteidigungskraft der Armee. Zuletzt war im Juli ein Test einer Bulawa-Rakete missglückt. Bei Versuchen zuvor gab es einem Ministeriumsbericht zufolge ein Problem in der Steuerung der Zündphasen. Die für russische Atom-U-Boote konzipierte Interkontinentalrakete kann mit zehn Nuklearsprengköpfen bestückt werden. (cpm)

Erstellt: 10.12.2009, 22:59 Uhr

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