Mutter des Findelkindes weiterhin unauffindbar

Auch vier Tage nach dem Fund eines ausgesetzten Kindes im Intercity-Zug in Basel fehlte am Sonntag noch jede Spur von der Mutter. Mögliche Adoptiveltern stehen bereits Schlange.

Wohl aus der Region Ost-Russland: Vasana hat einen Mongolenfleck.

Wohl aus der Region Ost-Russland: Vasana hat einen Mongolenfleck. (Bild: Kapo Basel-Stadt)

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Trotz intensiver Nachforschungen konnten laut dem Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt noch keine Personen ermittelt werden, die Angaben zum Findelkind und zur Aussetzung machen konnten.

Das bald zwei Wochen alte Mädchen sei wohlauf und in einer Pflegefamilie untergebracht, hiess es weiter. Es haben den Namen Vasana erhalten.

Das Baby war am Mittwoch kurz nach 17 Uhr von einem Zugbegleiter im Intercity-Zug 376 entdeckt worden, der vom Bahnhof Basel SBB zum Badischen Bahnhof unterwegs war. Es lag in einer Wiege, die im Gang eines Waggons vor der Toilette abgestellt worden war. Einem Mitreisenden war gemäss Mitteilung des Sicherheitsdepartements vom Freitag aufgefallen, dass beim Halt des Zuges im Bahnhof Basel SBB eine Frau in slawischer Sprache telefonierte und weinte. Kurz vor Abfahrt des Zugs im SBB-Bahnhof stieg die Frau aus. Seither fehlt von ihr jede Spur. Ob zwischen der Frau und dem Baby ein Zusammenhang besteht, ist nach wie vor offen.

Nach Angaben der Polizei hat das Mädchen dunkle Haare und stammt vom Typ her aus der Region Ost-Russland, Mongolei, Kasachstan. Oberhalb des Steissbeins hat es ausserdem einen als «Mongolenfleck» bekannten bläulichen Pigmentfleck.

Run auf Vasana

Wie Dominik Müggler, Präsident der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) gegenüber dem «Sonntagsblick» sagte, «wird es kein Problem sein, für das Mädchen liebevolle Eltern zu finden».

Schweizweit schätzt er die Zahl an einer Adoption interessierter Elternpaare auf mindestens tausend.

(mbr/ap/sda)

Erstellt: 21.12.2008, 15:08 Uhr




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