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Obama wollte mit der Tradition brechen – seine Töchter nicht

Seit 1927 erhält das Weisse Haus zum «Thanksgiving Day» vom Truthahn-Verband einen Vogel. Eine erst vor 20 Jahren eingeführte Regel wollte Barack Obama eigentlich über Bord werfen.

«Hiermit spreche ich offiziell meine Begnadigung aus»: Obama agiert im Beisein seiner Töchter Malia und Sasha.

«Hiermit spreche ich offiziell meine Begnadigung aus»: Obama agiert im Beisein seiner Töchter Malia und Sasha.
Bild: Keystone

«Hiermit spreche ich offiziell meine Begnadigung aus», sagte US-Präsident Barack Obama in einer heiteren Zeremonie vor dem Weissen Haus und liess seine präsidiale Hand über dem Kopf des Truthahns «Courage». Statt beim traditionellen Erntedankfest an diesem Donnerstag verzehrt zu werden, darf das Zwanzig-Kilo-Tier jetzt in Disneyland in Kalifornien seine noch verbleibenden Erdentage verleben.

Obama scherzte, dass er eigentlich mit dieser Tradition habe brechen und «Courage» habe verzehren wollen. Davon hätten ihn aber seine Töchter abgehalten.

Lieblingsspeise

Seit Monaten hatte sich Obama nicht mehr derart gut gelaunt in der Öffentlichkeit gezeigt. Auch seine beiden Töchter Malia und Sasha waren am Mittwoch dabei. Der amtierende US-Präsident erhält seit 1927 jedes Jahr zum «Thanksgiving Day» vom Nationalen Truthahn-Verband einen Vogel als Geschenk. George H.W. Bush hatte als erster vor 20 Jahren seinen Truthahn offiziell begnadigt.

Vom Glück der Gnade können Millionen andere Puter nur träumen: Turkey mit Preiselbeersosse, Süsskartoffeln und Kürbis-Pie steht bei den meisten Amerikanern zu Thanksgiving auf dem Menüplan. (cpm/ap/)

Erstellt: 25.11.2009, 19:34 Uhr

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