Peking in orange

Aktualisiert am 20.03.2010

Ein mächtiger Sandsturm hat den Himmel über der chinesischen Hauptstadt Peking orange eingefärbt. An Warnungen der Behörden, besser zu Hause zu bleiben, hielten sich viele Chinesen nicht.

1/4 Die Wüste breitet sich aus: Die Zahl der Stürme in China steigt.
Bild: Reuters

Über Peking wird es orange

   

Mehrere Flüge auf dem internationalen Flughafen konnten nur mit Verspätung starten. Über den Strassen und Plätzen Pekings lag eine Staubschicht. Es ist der bislang stärkste Sandsturm über Nordchina in diesem Jahr. Die Behörden warnten vor Gesundheitsgefahren und empfahlen den Bürgern, die Fenster zu schliessen und im Freien Mund und Nase zu bedecken.

Betroffen sind ausserdem die Regionen Xinjiang und die Innere Mongolei sowie die Provinzen Shanxi und Hebei. Es wurde erwartet, dass der Sandsturm weiter in Richtung der koreanischen Halbinsel ziehen wird.

Die Sandstürme sind Folge der sich immer weiter ausbreitenden Wüsten in China. Ursache dafür sind Überweidung, Abholzung, die Ausbreitung der Städte und Dürren. Wüsten bedecken inzwischen etwa ein Drittel des Landes. Die chinesische Akademie der Wissenschaft schätzt, dass sich die Zahl der Sandstürme in den vergangenen 50 Jahren auf jetzt zwei Dutzend im Jahr versechsfacht hat. (bru/ddp)

Erstellt: 20.03.2010, 13:28 Uhr

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