«Lebensmensch» Haider – Wort des Jahres

Aktualisiert am 11.12.2008

Der «Lebensmensch» hat das Rennen um das österreichische Wort des Jahres 2008 gemacht. BZÖ-Politiker Stefan Petzner bezeichnete damit seinen Wegbegleiter Jörg Haider.

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Das Autowrack von Jörg Haider. Bei einem Überholmanöver verlor er die Kontrolle über den Wagen. Er verstarb auf der Unfallstelle.
Bild: Keystone

   
Hohe Emotionalität: Stefan Petzner mit seinem «Lebensmensch» Jörg Haider.

Hohe Emotionalität: Stefan Petzner mit seinem «Lebensmensch» Jörg Haider. (Bild: Keystone)

Auf Platz zwei schaffte es die Jugendkulturbewegung Krocha, der dritte Rang geht an die Wachteleierkoalition aus dem diesjährigen Wahlkampf. Das entschied eine siebenköpfige Fachjury unter der Leitung von Professor Rudolf Muhr vom Institut für Germanistik in Graz. Die Wahl wurde in Zusammenarbeit mit der APA-Austria-Presseagentur durchgeführt.

Der BZÖ-Politiker Stefan Petzner hatte tränenreich um seinen Freund und «Lebensmenschen» Jörg Haider getrauert. Die Jury würdigte die Bedeutungsambivalenz und den hohen emotionalen Wert des Wortes.

Unwort 2008: Gewinnwarnung

Zum Unwort 2008 gewählt wurde die Gewinnwarnung. Sie sei «aus sprachlicher Sicht interessant, da sie scheinbar vor Gewinnen warnt, tatsächlich aber Verluste bzw. verminderte Gewinne meint», befand die Jury.

Der Spruch des Jahres stammt aus der Welt des Fussballs. Geäussert wurde er während der Euro 2008 vom österreichischen Nationaltrainer Josef Hickersberger: «Wir haben heute nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training nach 15 Minuten abgeschlossen.» (mbr/sda)

Erstellt: 11.12.2008, 07:04 Uhr

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