Polizei fährt Hund absichtlich tot und fordert 2500 Euro

Aktualisiert am 01.02.2010

Das Tier lief in der Silvesternacht auf der Autobahn herum und konnte nicht eingefangen oder erschossen werden.

Mit einem Streifenwagen haben Polizisten in Schleswig-Holstein einen auf der Autobahn umherirrenden Hund totgefahren; nun soll die Halterin auch noch 2500 Euro für den Schaden am Polizeiauto zahlen. Eine Sprecherin des Landespolizeiamtes in Kiel bestätigte am Montag einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Demnach war der Australian Shepherd der 65-jährigen Frau in der Silvesternacht aus Angst vor dem Feuerwerk entlaufen und auf die A 1 bei Ahrensburg nördlich von Hamburg geraten.

«Die Beamten haben über eine Stunde vergeblich versucht, das Tier auf der Fahrbahn einzufangen», sagte die Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur DAPD. Den Hund zu erschiessen, sei nicht möglich gewesen, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, da die Autobahn nicht vollständig habe gesperrt werden können. Es sei «Gefahr in Verzug» gewesen.

«Auch ein erfahrener Jäger hätte das völlig verschreckte und herumirrende Tier in der Nacht nicht einfach treffen können», rechtfertigte die Sprecherin das Vorgehen der Beamten. Selbst in diesem Fall aber hätte die Frau für die Kosten des Einsatzes aufkommen müssen, da sie ihrer Verantwortung als Halterin nicht nachgekommen sei. Dass nun der Schaden mit 2500 Euro vergleichbar hoch sei, liege daran, dass der Streifenwagen bei dem Zusammenstoss erheblich beschädigt worden sei. (sam/ddp)

Erstellt: 01.02.2010, 13:15 Uhr

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