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Richter im Fall Kampusch wegen übler Nachrede verurteilt
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Im Zusammenhang mit der spektakulären Entführung von Natascha Kampusch ist der frühere Präsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofs, Ludwig Adamovich, wegen übler Nachrede zu einer Geldstrafe von 10'000 Euro verurteilt worden.
Adamovich, der eine von der Regierung eingesetzte Untersuchungskommission zu dem Fall leitete, hatte in Interviews erklärt, dass für Kampusch die Zeit ihrer Gefangenschaft «allemal besser war als das, was sie vorher erlebt hat». Kampuschs Mutter hatte daraufhin Adamovich verklagt, weil sie sich in ihrer Ehre verletzt fühlte.
Strafe bedingt ausgesetzt
Richterin Birgit Schneider vom Straflandesgericht in Wien folgte am Donnerstag mit ihrem Urteil der Argumentation der Klägerin. Die Hälfte der Strafzahlung von 10'000 Euro wurde bedingt ausgesetzt. Adamovichs Anwalt kündigte Berufung gegen das Urteil an, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete.
Kampusch war 1998 als zehnjähriges Mädchen entführt und achteinhalb Jahre lang in einem Kellerraum gefangen gehalten worden. Im August 2006 gelang ihr die Flucht vor ihrem Peiniger Wolfgang Prikopil, der sich daraufhin umbrachte. (sam/ap)
Erstellt: 24.12.2009, 14:12 Uhr
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