Panorama
Riesiger Wasserschaden nach Leitungsbruch
Aktualisiert am 02.06.2009 2 Kommentare
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Das Wasser überflutete mehrere Keller, darunter auch ein Coop-Lager und ein Keller von Novartis. Aus Sicherheitsgründen musste den Anwohnern vorübergehend Wasser, Gas und Strom abgestellt werden. Die Aufräumarbeiten dauern den ganzen Pfingstsonntag an. Die Ursache des Bruchs war zunächst nicht bekannt.
Die Hauptwasserleitung der Industriellen Werke Basel brach um 05.30 Uhr am Schorenweg, wie das Basler Justiz und Sicherheitsdepartement mitteilte. Dabei strömten gegen 1'300 Liter Wasser pro Sekunde aus. Diese Menge vermochte die Kanalisation nicht mehr aufzunehmen. In der Folge wurden über zehn Keller der umliegenden Häuser sowie eine Tiefgarage überflutet, wie IWB-Sprecher Adrian Schmidlin auf AP-Anfrage sagte. Wasser brach auch in ein Lager des Grossverteilers Coop sowie in den Keller eines Novartis-Verwaltungsgebäudes ein.
Vom Netz abgetrennt
Die gebrochene Leitung konnte nach kurzer Zeit vom Leitungsnetz abgetrennt werden, so dass das Wasser auf offenem Gelände abfliessen konnte. Die überfluteten Keller wurden von den Feuerwehren ausgepumpt. Die rund 100 bis 200 Privatpersonen wurden nach rund zwei Stunden wieder mit Wasser versorgt. Aus Sicherheitsgründen wurde aber an der gesamten betroffenen Strasse der Strom und auch das Gas abgestellt.
Da im Bereich der Bruchstelle die Strasse unterspült wurde und Einsturzgefahr bestand, mussten sechs dort parkierte Autos abgeschleppt werden. Gebäude mussten nicht evakuiert werden. Das Schadengebiet wurde weiträumig abgesperrt und auch die Buslinie 36 musste umgeleitet werden. Bis der Schorenweg wieder durchgehend befahrbar sein wird, dürfte es nach den bisherigen Erkenntnissen einige Tage dauern. Bis dann wird auch der 36er-Busbetrieb umgeleitet bleiben.
Sachschaden in Millionenhöhe
Der entstandene Sachschaden dürfte sich in Millionenhöhe bewegen. Insgesamt standen rund 100 Angehörige der Berufsfeuerwehr, der drei Kompagnien der Bezirksfeuerwehr, von Johnson Controls sowie von IWB, Kantonspolizei und weiterer Organisationen und Amtsstellen im Einsatz. Die Aufräumarbeiten dauern laut Mitteilung den gesamten Tag an.
Laut Schmidlin gab es zunächst keine Hinweise auf die Ursache des Leitungsbruchs. Die Leitung stand am späten Morgen aber noch unter Wasser und konnte nicht untersucht werden. Oft würden Wasserleitungsbrüche durch Bauarbeiten verursacht, in deren Folge Druckunterschiede entstünden. Schmidlin hatte auf Anfrage aber keine Kenntnis von einer Baustelle.
(se/ap)Erstellt: 02.06.2009, 10:25 Uhr
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