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Sandy und die Flut falscher Twitter-Meldungen

Aktualisiert am 31.10.2012 1 Kommentar

Eine überflutete Börse und Haie, die durch New Yorks Strassen schwimmen: Während der Sturm Sandy in der Realität tobte, verbreiteten sich in der virtuellen Welt zahlreiche Falschmeldungen.

1/9 Spektakulär, aber gefälscht: Weder schwamm nach dem Sturm ein Taucher durch die U-Bahn-Stationen, ...
Bild: flickr.com

   

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Nach Sandy: Das grosse Aufräumen

Nach Sandy: Das grosse Aufräumen
Der Hurrikan Sandy hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Die Aufräumarbeiten halten die US-Ostküste in Atem.

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Während der Wasserpegel an der US-Ostküste ab Montagabend immer weiter stieg, wurden auch die sozialen Netzwerke überschwemmt: Mit gefälschten Bildern und unwahren Informationen. Am meisten Aufsehen erregte wohl eine Nachricht auf Twitter, die verkündete, die New Yorker Börse sei komplett überflutet worden: «Breaking: Confirmed Flooding on NYSE». In den nächsten Stunden wurde sie rund 600 Mal weiterverbreitet. Sogar führende US-Medien wie CNN oder die «Washington Post» bauten die Information in ihre Berichterstattung ein – obwohl schnell nachgewiesen wurde, dass sie falsch war. Genau so falsch wie jene, dass in ganz Manhattan vorsorglich der Strom ausgeschaltet werde – obwohl sich diese Nachricht nachher teilweise bestätigte – oder dass alle Brücken von und nach Manhattan geschlossen seien – es waren viele, aber nicht alle.

Verbreitet wurden diese Nachrichten alle vom selben Twitter-Account, wie das US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» berichtet. Der User hat sich nachträglich für seine Falschmeldungen entschuldigt: «Während die ganze Stadt von einer Naturkatastrophe bedroht wurde, habe ich eine ganze Serie von unverantwortlichen und falschen Nachrichten verschickt», schrieb er am Dienstag. Bleibt die Frage, warum die Falschmeldungen so schnell die Runde machten.

Der Durst nach Information

«Forbes» erklärt sich dieses Phänomen mit dem Bedürfnis der Menschen nach Informationen: Während diese darauf warteten, dass der Sturm über sie hinweg zieht, hätten sie ein grosses Verlangen nach Bildern und Nachrichten gehabt:«Sie wollten mit dramatischen Informationen unterhalten werden.» Genau das habe Twitter ihnen geliefert. Nicht nur dramatische Informationen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellten, sondern auch gefälschte Bilder oder Bilder, die in einem anderen Zusammenhang aufgenommen worden waren. So machten Fotos die Runde, auf denen zu sehen war, wie Taucher durch Subway-Stationen schwammen oder Haie durch die Strassen New Yorks. Oder Standbilder aus dem Film «The Day After Tomorrow», in dem die Stadt erst unter Wasser gesetzt und dann eingeschneit wird.

Die sozialen Medien hätten das Sensationsbedürfnis besser erfüllt als die traditionellen Kanäle – aber eben nicht nur verlässliche, sondern auch falsche Informationen geliefert. Glücklicherweise sei Twitter auch ein Kanal, der sich selbst korrigiere: Nach der Falschmeldung zur Überflutung der New Yorker Börse wurden kurze Zeit später bereits erste Bilder vom unversehrten Gebäude veröffentlicht. (fko)

Erstellt: 31.10.2012, 19:41 Uhr

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1 Kommentar

Anton Meyer

01.11.2012, 09:59 Uhr
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Niemand feiert Naturkatastrophen pathetischer, larmoyanter und überforderter als US-Amerikaner ... Dabei haben sie schlicht keine gescheite Katastrophenprävention, die viel Leid verhindern könnten. Antworten



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