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Schneechaos: Jetzt hagelt es Kritik

Aktualisiert am 12.02.2010 5 Kommentare

Der Schneerekord in Washington und anderen US-Städten hat die Behörden ins Kreuzfeuer der Kritik gebracht. Seit dem 11. September 2001 mussten nicht mehr so viele Flüge gestrichen werden.

Zu viel Schnee: US-Bürger sind verärgert.

Zu viel Schnee: US-Bürger sind verärgert. (Bild: Keystone)

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Die Räumungskolonnen arbeiteten zu langsam und ohne erkennbaren Plan, schimpfen Bürger und lauten die Kommentare in den Lokalzeitungen. «Wir können immer noch nicht raus», sagt beispielsweise die Washingtonerin Carolyn Ward. «Falls sie einen Plan hatten, war es kein guter.»

Bis zu 1,39 Meter Schnee sind in Washington, Pittsburgh, Baltimore und Teilen Marylands gefallen. Dem Washingtoner Bürgermeister Adrian Fenty wird vorgeworfen, dass Räumfahrzeuge in bestimmtem Strassen gleich mehrmals und in anderen überhaupt nicht im Einsatz gewesen seien. Zudem fielen bis zu ein Viertel der städtischen Schneepflüge wegen technischer Probleme aus, räumte die Stadtverwaltung ein.

«Bürgermeister Fenty fällt im Schnee-Test durch», überschrieb der «Washington Examiner» seinen Leitartikel. In einer anderen Zeitung, «The Hill», kündigte Fenty an, er werde private Räumdienste engagieren und für eine bessere Wartung des Fuhrparks sorgen. Allerdings ist in den kommunalen Kassen nach dem zweiten Schneesturm binnen weniger Tage kaum noch Geld für den Räumdienst. Die Washingtoner Repräsentantin im Kongress, Eleanor Holmes Norton, fragte schon mal die Bundesregierung um Unterstützung.

Schnee sei für amerikanische Bürgermeister ein heikles Thema, sagte der frühere Washingtoner Bürgermeister Marion Barry. «Politisch ist Schnee in Washington und den meisten Städten ein riskantes Pokerspiel.»

Eine Million Fluggäste ausgebremst

Das Schneechaos an der amerikanischen Ostküste trifft rund eine Million Fluggäste. Wie ein Behördensprecher am Donnerstag dem TV-Sender «ABC News» sagte, mussten seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 nicht mehr soviele Flüge gestrichen werden.

Obwohl für die meisten Fluggesellschaften der Betrieb in der Region am Freitag normal laufen sollte, müssen Passagiere dort weiterhin mit Verzögerungen rechnen. Besonders betroffenen sind die Airports von Washington, Baltimore, Philadelphia und New York.

Zwei aufeinanderfolgende Schneestürme hatten die Ostküste inklusive der US-Hauptstadt seit dem Wochenende lahmgelegt. Der jüngste Schneefall legte die Region am Dienstag und Mittwoch unter eine Decke von Eis und bis zu einem halben Meter Schnee.

In Washington wurde ein 111 Jahre alter Schneerekord gebrochen. Schon jetzt ist dieser Winter dort der schneereichste seit Beginn der Aufzeichnungen. (bru/ddp)

Erstellt: 12.02.2010, 10:14 Uhr

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5 Kommentare

Adrian Gerber

12.02.2010, 10:12 Uhr
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Es beweist einmal mehr was eine Amerikanerin schon sagte: In den Krieg gehen können sie, aber Schnee schippen, da sind sie absolut überfordert. Die einfachen Dinge im Alltag beweisen, wie gut man zu Hause ist. Antworten


Luzia Keller

12.02.2010, 10:43 Uhr
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Meine Aussage vor der Initiative zum Waffenexportverbot lautete: wir können mit Waffen keine Umweltschäden, Lawinenniedergänge, Überschwemmungen etc. beheben. Wann hört endlich dieser Wahnsinn auf und wird dem KlimaWANDEL mehr Rechnung getragen? Dies ist nur der Anfang und es dürfte noch viel krasser werden. Harte eisigkalte Winter werden mit staubtrockenen heissen Sommern die Menschen beuteln!!! Antworten



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