Panorama

Schneechaos in den USA: «So etwas habe ich noch nie erlebt»

Aktualisiert am 11.02.2010 3 Kommentare

Im Osten der USA leiden die Menschen weiter unter meterhohen Schneewehen. Vor allem im Städte-Dreieck Washington-Philadelphia-Baltimore ist das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen.

Im Angesicht des Blizzards: Washington versinkt im Schnee.

Im Angesicht des Blizzards: Washington versinkt im Schnee.
Bild: Keystone

In Washington wurde ein 111 Jahre alter Schneerekord gebrochen, nachdem am Mittwoch die zweite Schneefront binnen einer Woche über die Region hinweggezogen war. Schon jetzt ist dieser Winter dort der schneereichste seit Beginn der Aufzeichnungen.

In der Hauptstadt und Umgebung wurden sogar Schneepflüge streckenweise nicht mit den Schneemassen fertig und gaben auf. Mehrere Fernstrassen wurden geschlossen. Weit mehr als zehntausend Menschen waren in der Region Medien zufolge abermals ohne Strom - am Wochenende waren es zeitweise über 200'000.

«Ich lebe seit 40 Jahren hier, so etwas habe ich noch nie erlebt», sagte ein Mann, der sich im Vorort Bethesda auf die Strasse wagte. In der Hauptstadt selbst ging erneut nichts mehr. Selbst ums Weisse Haus waren Strassen wie ausgestorben.

Ähnlich sah es in Philadelphia aus. «Keine Autos auf den Strassen, keine Busse, keine Taxis, keine Menschen», berichtete ein TV-Wetterkanal. Meteorologen sagten voraus, dass es gebietsweise bis in die Nacht zum Donnerstag durchschneien könnte.

Auch die Strassen von Baltimore waren so gut wie menschenleer. Auf den Flughäfen im Städte-Dreieck Washington-New York-Philadelphia fielen so gut wie alle Flüge aus. Am schlimmsten sah es in Washington und Philadelphia aus.

30 Zentimeter Neuschnee in New York

Auch in New York - wohin sich die Wetterfront verlagerte - wurde das gewohnt hektische Leben durch den Schnee gebremst. Der Wetterdienst meldete am späten Mittwochabend zwischen 22 und 32 Zentimeter Schnee aus den New Yorker Stadtbezirken.

Am höchsten lag die weisse Pracht in der Bronx und jenseits des Hudsons, in Newark (New Jersey). Der Flughafen John F. Kennedy musste sich aus etwa 20 Zentimeter Schnee freischaufeln. Bürgermeister Michael Bloomberg schickte 1600 Schneepflüge auf die Strassen der Acht-Millionen-Metropole und versprach bis Donnerstag früh «klar Schiff».

Zum Leidwesen vieler Kinder sollten alle New Yorker Schulen nach dem schneebedingten freien Mittwoch am Donnerstag wieder zum normalen Alltag zurückkehren. Dagegen haben die Schüler im Nachbarstaat New Jersey einen weiteren «Rodeltag».

In beiden Staaten hatte auch die Justiz eine Pause eingelegt: Richter und Ankläger blieben ausnahmsweise zu Hause. In New York hatten auch viele Firmen und selbst die Vereinten Nationen ihren Mitarbeitern einen freien Tag gegeben.

Schnee für Olympische Spiele

Weiter nordwestlich freute man sich dagegen über Schnee: In den Cypress Mountains oberhalb der kanadischen Olympiastadt Vancouver entspannte ein überraschender Schneesturm rechtzeitig vor dem Start der Winterspiele das bange Warten auf die weisse Pracht.

Am Austragungsort der Freestyle- und Snowboard-Wettbewerbe fielen bis zum Mittwochabend (Ortszeit) mehrere Zentimeter Schnee. Auch in den kommenden Tage sei mit weiteren Niederschlägen zu rechnen, hiess es von den Olympia-Organisatoren. (bru/sda)

Erstellt: 11.02.2010, 08:44 Uhr

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3 Kommentare

Daniel Hubacher

11.02.2010, 08:48 Uhr
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Morgen ist das alles Schnee von gestern. Antworten


Bernd Niggli

11.02.2010, 08:52 Uhr
Melden

Ist es nicht endlich kalr, dass die echte Klimabedrohung von der Abkühlung kommt und nicht von der Erwärmung? In den Zeiten des mittelalterlichen sog. Klimaoptimums, war es bedeutend wärmer als in unserer Zeit, in England baute man Wein an, es gab keine Hungernöte und Kältetote. Schickt die IPCC Betrüger und grüne Klimahysteriker in die Wüste! Antworten



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