Panorama
Schweizer läuft in Ungarn Amok – drei Tote
Es ist 1.30 Uhr in der Nacht auf Donnerstag. Ein Polizist will ein Auto kontrollieren. Darin sitzen fünf junge Studenten, die auf dem Weg zum Plattensee sind. Plötzlich braust ein Skoda mit Schweizer Nummernschild heran, beschreibt «Blick» den Tathergang. Darin sitzt der 33-jährige Schweizer B. S. Er zückt eine Waffe und gibt vier gezielte Schüsse auf den Polizisten ab. Dieser wird am Kopf getroffen und ist sofort tot. Die Kugeln von B. S. töteten auch einen der Studenten. Ein weiterer 25-jähriger Mitfahrer wurde verletzt.
Die Polizei verfolgt B. S. und seinen Skoda. Doch das Auto wurde erst am Mittag in einem Wald gefunden. Der Täter hatte sich kurz nach der Tat selbst erschossen. Er trug eine kugelsichere Weste und einen schwarzen Kapuzenpulli. Im Auto befanden sich mehrere Pistolen, zwei Gewehre und viel Munition.
«Er war ein Tüpflischiiser»
Der Schweizer Täter war ein guter Sportschütze und weilte in Alsoörs am Plattensee in den Ferien. B. S. wurde in Ungarn geboren, kam aber schon als kleines Kind in die Schweiz. Nachbarn beschreiben ihn als Einzelgänger. «Er war ein Tüpflischiiser, der immer Angst hatte, dass Haare von meiner Katze auf seine Hose geraten», so eine Nachbarin zu «Blick».
Das Motiv für den Amoklauf ist unklar. Die Untersuchungsbehörden ermitteln. (bru)
Erstellt: 06.08.2010, 09:44 Uhr
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