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Sechs Monate bedingt für betrügerischen Goldküsten-Banker

Von Nadja Belviso . Aktualisiert am 22.10.2010 2 Kommentare

Als ihm sein Schuldenberg über den Kopf wuchs, begann ein 54-Jähriger, Kunden seines Arbeitgebers zu betrügen. Die Strafe ist etwas milder ausgefallen als gefordert.

Schuldenberg: Einem Banker sind die Schulden über den Kopf gewachsen. (Bild: Keystone )

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Während der Verhandlung hatte die Richterin betont, das Delikt des Angeklagten sei keine Bagatelle. Auch eine härtere Bestrafung als die vom Staatsanwalt geforderte – sechs Monate bedingt und eine Busse von 5000 Franken – liesse sich rechtfertigen. Der Angeklagte hatte in den Filialen Küsnacht und Zumikon der Clientis-Zürcher-Regionalbank fünf Kunden insgesamt mindestens drei Dutzend Mal übers Ohr gehauen. Der Clientis Sparkasse Zürcher Oberland ist so ein Schaden von 386'000 Franken entstanden. Nun ist die Strafe aber etwas milder ausgefallen als gefordert: sechs Monate Gefängnis bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren und eine Busse von 2000 statt 5000 Franken.

Noch mehr Schulden

Zwar ist das schriftlich mitgeteilte Urteil nicht begründet. Dem Angeklagten nicht noch zusätzliche Schulden aufzuhalsen, scheint aber sinnvoll. Immerhin kommen zu seiner misslichen finanziellen Lage, die ihn zum Betrügen verführt hat, noch die Gerichtsgebühr von 8822Franken und die Rückzahlungen an die Bank, mit der der Angeklagte ein Arrangement getroffen hat.

Positiv ausgelegt wurde ihm wohl, dass er vollumfänglich geständig war und mit den Untersuchungsbehörden loyal zusammengearbeitet hatte. Sein Verteidiger hatte während der Verhandlung betont, sein Mandant hätte sich auch in den Privatkonkurs retten können. Stattdessen stehe er nun zu seiner Verantwortung und unternehme alles, um seinen Verpflichtungen nachzukommen.

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Erstellt: 22.10.2010, 15:50 Uhr

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2 Kommentare

Franziska Bähler

22.10.2010, 18:19 Uhr
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Schockierend, wie kriminelle Bänker mit Samthandschuhen angefasst werden. Man denke an Kerviel. Erst hemmunglose Bestie sein und wenn man dann überführt ist, einen auf reuigen Sünder machen. Der Sprayer (TA berichtete) zahlt seit 10 Jahren ab und ist gerade mal in der Hälfte. Der Privatkonkurs ist übrigens ein Mythos - er hält die Gläubiger nur eine zeitlang fern. Dann gehts wieder von vorne los. Antworten


Charles Dupond

23.10.2010, 01:31 Uhr
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Statt ein paar Jahre Zwangsarbeitsstaatssklave im Gefaengnis ewiger Zahlsklave des reichen Gleubigers. Der Privatkonkurs war nach Gesetz dem Kapitalschmarotzerkonkurs, bei der sich die Schulden einer AG sofort in Luft aufloesen, wenigsten teilweise angeglichen, Neues Vermoegen war schon immer Gleubigerbeute. Jetzt wird aber auch Lohnsklavereieinkommen zu (nicht vorhandenem) Vermoegen piratiert... Antworten



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