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Sendung an Ackermann war eine funktionsfähige Briefbombe

Aktualisiert am 08.12.2011 6 Kommentare

Bei der Deutschen Bank ging gestern ein verdächtiger Umschlag ein, welcher an den Chef des Instituts, Josef Ackermann, adressiert war. Darin befand sich laut der Polizei eine funktionsfähige Bombe.

Anschlagsversuch: Der Brief an Joe Ackermann erhielt eine Briefbombe. (Video: Reuters)
Video: Reuters

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Chef der Deutschen Bank: Josef Ackermann. (Bild: Keystone )

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Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist einem Briefbomben-Anschlag entgangen. Ein verdächtiges Paket, das an den 63-jährigen Schweizer Topbanker adressiert war und am Mittwoch in der Frankfurter Konzernzentrale eintraf, enthielt einen funktionstüchtigen Sprengsatz.

Details wollte das Landeskriminalamt des Bundeslandes Hessen am Donnerstag nicht nennen. Ein Polizeisprecher sagte nur, es deute nichts auf einen «gewerblichen oder militärischen Sprengstoff hin», sondern auf «Eigenbau», etwa aus Feuerwerkskörpern. Die Behörden haben keine Hinweise, wer hinter der Sendung stehen könnte.

Der verdächtige Umschlag war am Mittwochnachmittag den Sicherheitsleuten der Deutschen Bank in der Routine-Überprüfung des Posteingangs aufgefallen. Ackermann hielt sich zu der Zeit offenbar gar nicht in der Bank auf.

Mehr Schutz für Ackermann

Der Schock ist dennoch gross: «Einen solchen Anschlagsversuch auf Ackermann gab es noch nie», sagte ein Banker des Finanzhauses. In letzter Zeit habe die Zahl der Drohungen gegen Ackermann massiv zugenommen - vor allem auch im Internet.

Ackermann, der den Chefsessel der Bank im kommenden Jahr verlässt, gilt für viele in Deutschland als das Gesicht des Kapitalismus. Auch als Vorsitzender der internationalen Bankenvereinigung IIF ist der frühere Credit-Suisse-Mann in der Euro- Schuldenkrise in den Medien stark präsent. Sein Einsatz für die Belange der Finanzbranche macht ihn immer wieder zur Zielscheibe von Kritik.

Künftig werde der Top-Banker voraussichtlich stärker und offensichtlicher als bisher von Leibwächtern beschützt, betonte der von der Nachrichtenagentur Reuters kontaktierte Insider. Ackermann werde sich nicht zurückziehen und weiter öffentlich auftreten.

Bankengegner distanzieren sich

Vom Anschlagsversuch auf den Top-Banker distanzierte sich am Donnerstag die bankenkritische Bewegung Occupy. «Wir verurteilen jegliche Aktionen, die irgendwie mit Gewalt zu tun haben», hiess es bei der Organisation, die seit dem 15. Oktober in einer Grünanlage im Frankfurter Bankenviertel ein Protestcamp errichtet hat.

Auch die Globalisierungskritiker von Attac wollen mit Anschlägen nichts zu tun haben. «Es gibt bei uns einen ganz klaren Konsens: Von uns geht keine Gewalt aus», sagte eine Attac-Sprecherin.

Die Deutsche Bank (DBN 29.39 1.07%) als grösstes deutsches Geldhaus war zuletzt zu Zeiten der Roten Armee Fraktion (RAF) Ziel von Anschlägen. Der frühere Bankchef Alfred Herrhausen wurde im November 1989 von der RAF im Auto nahe seines Hauses in der Umgebung von Frankfurt getötet. Die Gruppe hatte eine Bombe am Strassenrand platziert. (kpn, ami/dapd)

Erstellt: 08.12.2011, 13:12 Uhr

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6 Kommentare

Bruno Waldvogel

08.12.2011, 08:35 Uhr
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Obwohl ich derartige Aktionen verurteile, fürchte ich, wird das erst der Anfang sein. Denn wenn der Bürger erst einmal begriffen hat, welches faule Spiel hinter den Kulissen gespielt wurde und wird (Bailouts, Bonis, Vergemeinschaftung spekulativer Bankenaktionen), und wenn er erkennen muss, dass sein Erspartes und seine Pension weg sind, wird es noch viel heftiger kommen. Antworten


Heinz Bickel

08.12.2011, 10:04 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Beim Lesen dieses Artikels könnte man die deutsche Sprache verlernen. Es wäre wünschenswert, die verfassten Artikel vor Veröffentlichung nochmals zu überprüfen! Antworten



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