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Sexueller Missbrauch ist stark rückläufig
Aktualisiert am 19.03.2010 4 Kommentare
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«Die polizeilich registrierten Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern sind seit 1997 um knapp 30 Prozent zurückgegangen», sagte der Professor der «Neuen Osnabrücker Zeitung» laut Vorabmeldung.
Der tatsächliche Rückgang dürfte demnach weit höher liegen, weil die Anzeigebereitschaft der Opfer von Sexualstraftaten deutlich zunahm. «Wenn die polizeibekannten Fälle dennoch gleichzeitig stetig sinken, spricht das für ein insgesamt stark schrumpfendes Deliktsfeld», sagte der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.
Pfeiffer führt den Trend in erster Linie darauf zurück, dass «Täter heute mehr als früher befürchten müssen, erwischt zu werden». Die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Übergriffe ans Licht kämen, wirke abschreckend, sagte Pfeiffer. «Die grössere Anzeigebereitschaft der Opfer sowie eine auf mehr als 80 Prozent gestiegene Aufklärungsquote der Polizei haben entscheidende präventive Wirkung.» (bru/ddp/)
Erstellt: 19.03.2010, 08:48 Uhr
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4 Kommentare
@Annemay Ruhstaller In der Schweiz wird schon seit Jahren auf diesen Missstand hingewisen und darüber geredet. Darum haben wir ja auch das Verjährungsgesetz bei Missbrauch geändert. Haben sie da vielleicht etwas verpasst. Hätte die Kirche zur gleichen Zeit damit begonnen stünde sie jetzt besser da, sie hat es aber vorgezogen zu vertuschen. Alles klar! Antworten
Finde positiv, dass auch das einmal gesagt wird, obwohl jeder neue Missbrauchsfall schrecklich und einer zu viel ist. Was ich in der Debatte aber vermisse: Wieso spricht man fast ausschliesslich von der katholischen Kirche? Ich weiss, dass Übergriffe auch in öffentlichen Schulen, in Vereinen und Organisationen ebenso oft vorkommen! Aber nur zaghaft wird da und dort jemand "aufgedeckt". Antworten




Heinz Dübendorfer
Schön erklärt! Als ob dies erstens nachvollziehbar, verifizierbar wäre! Bisher wurden ja nebst den offiziellen bekannten Zahlen immer auch noch von einer hohen Dunkelziffer gesprochen. Dass die heutigen und zukünftigen Täter/-innen mehr aufpassen müssen, dass sie nicht erwischt werden, heisst noch lange nicht, dass es deshalb weniger gibt! Ohne Gesetzesänderung kein Erfolg . . . Antworten