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Shopping-Chaos wegen Streiks in London
Aktualisiert am 27.12.2011 1 Kommentar
Die Einkaufsstimmung in London ist getrübt: Ein Mann wurde auf offener Strasse erstochen. (Video: Reuters)
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Streiks haben am ersten Einkaufstag nach Weihnachten die Londoner U-Bahn weitgehend lahmgelegt. Die Gewerkschaft ASLEF rief zu einem 24-stündigen Ausstand auf, um für die U-Bahn-Fahrer, die am zweiten Weihnachtstag arbeiten mussten, Zuschläge und einen weiteren freien Tag zu fordern.
Auf zwei U-Bahn-Linien wurde der Verkehr ganz eingestellt, andere Linien funktionierten teilweise. Der Betreiber des Londoner Nahverkehrs teilte mit, dass in der Innenstadt zusätzlich Busse eingesetzt würden. Er kritisierte zugleich, ASLEF stelle «unverschämte» Forderungen.
Start des Winterschlussverkaufs
Bereits 2010 hatten die U-Bahn-Fahrer am zweiten Weihnachtstag gestreikt. Der Ausstand hielt die Menschen jedoch nicht davon ab, die Geschäfte zu stürmen. Der zweite Weihnachtstag gibt in Grossbritannien traditionell den Startschuss zum Winterschlussverkauf.
In Erwartung des Streiks hatte der Londoner Fussballklub Arsenal sein für heute angesetztes Spiel gegen Wolverhampton um einen Tag verschoben. Das Spiel zwischen den Londoner Vereinen Chelsea und Fulham sollte wie geplant stattfinden.
Mann auf offener Strasse erstochen
Mitten im nachweihnachtlichen Einkaufstrubel ist London am Montag ein 18-jähriger auf der bekannten Shopping-Meile Oxford Street erstochen worden. Vorangegangen war nach Polizeiangaben ein Streit in einem Sportgeschäft. Zehn Personen wurden festgenommen. Ob ein Zusammenhang mit einer zweiten Messerstecherei eine Strassenecke weiter besteht, war der Polizei zufolge zunächst nicht bekannt.
Offenbar seien zwei Gruppen Jugendlicher in eine heftige Auseinandersetzung geraten, sagte Kripo-Chefinspektor Mark Dunne. An Zeugen mangele es wohl nicht: «Das ist jetzt wahrscheinlich der betriebsamste Ort im Vereinigten Königreich, am geschäftigsten Einkaufstag.» Der zweite Weihnachtstag ist in Grossbritannien traditionell der Tag der Schnäppchenjäger. Hunderttausende stürmten am sogenannten Boxing Day auf der Suche nach Sonderangeboten die Geschäfte und sorgten schon in den ersten Stunden für Rekordumsätze (kpn/AFP)
Erstellt: 26.12.2011, 23:04 Uhr
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1 Kommentar
Schön, dass diese armen Arbeitenden sich wie zu Vor-Thatcherzeiten wieder gegen die Ausbeutung wehren können. Noch besser wäre, wenn die Piloten, die Krankenwagenfahrer, die Arbeitenden der Wasserwerke und die medizinisch Tätigen dasselbe machen würden. Eben wie damals, vor der ach so bösen Thatcher. Dann hätte England wieder das Arbeiterparadies.
Zum Kotzen.
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