Panorama

Sommer-Wochenende: Die Hitzerekorde schmelzen dahin

Aktualisiert am 24.05.2009

Die Schweiz hat am Wochenende mit verbreitet über 30 Grad Temperatur die ersten Hitzetage erlebt – an manchen Orten so früh im Jahr wie noch nie.

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Bis auf 33 Grad hoch kletterte das Thermometer in Genf. So heiss war es noch nie im Mai.
Bild: Keystone

   

Visp im Oberwallis buchte zwei Mal hintereinander die Höchsttemperaturen des Wochenendes: am Samstag mit 32,2 und am Sonntag mit 33,3 Grad, wie es auf Anfrage beim Wetterdienst Meteo Schweiz hiess. In Zürich war es 30 Grad warm, in Bern und Basel 31 Grad.

Einen Rekord verbuchte Genf: Noch nie in einem Mai wurden dort 33,0 Grad registriert. Vaduz und Chur verzeichneten 32,5 beziehungsweise 32,3 Grad, Luzern und Schaffhausen jeweils 31,8 Grad. In Buchs-Suhr im Aargau waren es 31,5 Grad.

Wärmerekorde gab es laut Meteo Schweiz auch in der Nacht zum Sonntag: Vaduz kam mit der nächtlichen Tiefsttemperatur von 19,3 Grad knapp an einer Tropennacht vorbei. In Neuenburg und Wädenswil lagen die Minima bei 18,4 beziehungsweise 18,5 Grad. Die milden Nächte führten zu zahlreichen Klagen wegen Nachtruhestörungen, wie die Zürcher und die Schwyzer Kantonspolizei berichteten.

Starke Luftverschmutzung

Mit den Temperaturen stieg auch die Luftverschmutzung deutlich. Die Ozon-Belastung überschritt im Tessin erstmals in diesem Jahr den Wert von 200 Mikrogramm pro Kubikmeter. Oberhalb von Locarno wurden am Samstag über 210 Mikrogramm gemessen. Die Luftreinhalteverordnung des Bundes sieht einen Grenzwert von 120 Mikrogramm vor, der nur einmal pro Jahr überschritten werden dürfte.

Auf Schweizer Strassen staute sich der Rückreiseverkehr in Richtung Norden an beiden Tagen. Vor dem Gotthard-Südportal gab es heute Abend laut dem Verkehrsinformationsdienst Viasuisse zehn Kilometer Stau. Auf der Gegenseite stauten sich die Fahrzeuge zeitweise ebenfalls auf mehreren Kilometern. Auf der San-Bernardino-Route kamen Kilometer lange Kolonnen zwischen Pian San Giacomo und dem Tunnel-Südportal nur stockend voran.

Die Polizei meldete wenige schwere Verkehrsunfälle. Bei einem Selbstunfall, bei dem ein 20-jähriger Autofahrer in einer Linkskurve bei Malpalud im Waadtland die Herrschaft über seinen Sportwagen verlor, starb der Lenker. Ein 18-jähriger Mitfahrer verletzte sich schwer, als sich das Auto mehrmals überschlug und er herausgeschleudert wurde. Weitere Mitfahrer wurden leicht verletzt. Auffällig waren zahlreiche Meldungen über angetrunkene Fahrer. Der krasseste Fall stammte aus Genf: Der Atemlufttest beim Lenker eines Autos mit französischen Kontrollschildern ergab 3,33 Promille. (oku/ap)

Erstellt: 24.05.2009, 18:40 Uhr

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