Panorama
Spanner missbraucht Scanner
Missbraucht: Röntgenscan einer Frau mittels eines Body-Scanners.
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Er schaute sich seine Kollegin, die versehentlich durch den Nacktscanner lief, nicht nur genau an, schreibt heute die britische «Sun», er schoss auch Bilder. Der 25-jährige Sicherheitsbeauftragte John Laker liess es sich anschliessend auch nicht nehmen, lauthals die körperlichen Vorzüge seiner Arbeitskollegin Jo Magertson (29) zu preisen. Zu viel für sie: Gestern traf sich Magertson mit Anwälten, um eine Klage gegen ihren Arbeitgeber, die britische Flughafengesellschaft BAA vorzubereiten. Sie fühlt sich «komplett traumatisiert» und wird Schmerzensgeld in der Höhe von umgerechnet 30’000 Franken fordern. John Laker, von der Polizei bereits verwarnt, wird voraussichtlich entlassen.
Die Scanner wurden in Heathrow erst vor Kurzem eingeführt – nachdem der «Unterhosen-Bomber» letzte Weihnachten eine Terrorattacke auf einen Flug nach Detroit auszuüben versuchte. Die Scans, welche mittels eines Röntgenverfahrens «durch» die Kleider blicken lassen, sollen verhindern, dass Passagiere am Körper Sprengstoff in Flugzeuge schmuggeln. Diverse Gruppierungen, insbesondere Anti-Pädophilen-Gruppen, bekämpften damals die Einführung der Nacktscanner.
Auch in der Schweiz stösst die Einführung auf Widerstände: Datenschützer bemängeln den Eingriff in die Privatsphäre; Gesundheitsfachleute monieren den Einsatz der Röntgen- oder elektromagnetischen Strahlung, die benötigt wird, um die «Nacktbilder» herzustellen. (tss)
Erstellt: 25.03.2010, 13:52 Uhr

















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