Panorama

Tierschützer steigen vom kaputten Boot in den Helikopter

Aktualisiert am 07.01.2010

Das High-Tech-Boot ging gestern in der Antarktis in Brüche. Die Walschützer lassen sich nicht beirren und setzen ihre Jagd in der Luft fort.

Wilder Kampf auf hoher See: Die Walfänger versuchten mit allen Mitteln sich die Tierschützer vom Leib zu halten.

Wilder Kampf auf hoher See: Die Walfänger versuchten mit allen Mitteln sich die Tierschützer vom Leib zu halten.
Bild: Keystone

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Walfänger rammen Tierschützer

Quelle: Reuters

Man sei entschlossen, die Japaner auch weiterhin am Walfang zu hindern, erklärte Paul Watson, Gründungsmitglied der Tierschutzorganisation. Sein Hauptschiff «Bob Barker» stach zu diesem Zweck wieder in See. Die «Ady Gil» war nicht mehr seetauglich, nachdem ein japanisches Schiff sie am Mittwoch gerammt und ihr den Bug weggerissen hatte.

Die japanische Regierung und die Sea Shepherd Conservation Society machten sich gegenseitig für den bislang schwersten Zusammenstoss zwischen Walfängern und Tierschützern verantwortlich. Das Aussenministerium in Tokio sprach von Sabotageakten, die keine Probleme lösen könnten. Sea Shepherd wies die Vorwürfe zurück. Experten zufolge dürfte sich ein etwaiger Rechtsstreit zwischen den beiden Seiten sehr schwierig gestalten, da Aussage gegen Aussage stehe und nicht eindeutig klar sei, in wessen Hoheitsgewässern sich der Zwischenfall abgespielt habe.

Mit Seilen Schraube blockieren

Sea Shepherd gilt als aggressive Tierschutzorganisation, deren Konfrontationskurs auch bei Greenpeace auf Kritik gestossen ist. Die Aktivisten wollen die Walfänger so sehr bedrängen, dass sie entnervt aufgeben. Dabei werfen sie Stinkbomben oder versuchen, mit Seilen die Schiffsschrauben der Walfangschiffe zu blockieren.

Japan tötet jährlich etwa 1200 Wale in der Antarktis - offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken. Naturschützer sowie mehrere Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) werfen Tokio aber vor, dies nur zum Vorwand für den kommerziellen Walfang zu nehmen. Die derzeitige Walfangflotte ist im November in die Antarktis aufgebrochen. (cpm/ddp)

Erstellt: 07.01.2010, 16:52 Uhr

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