Panorama
Todesfahrer von Obergösgen verhaftet
Artikel zum Thema
Der tödliche Unfall mit Fahrerflucht in Obergösgen SO ist nach drei Tagen geklärt. Ein 16-Jähriger Schweizer hat gestanden, am Montag eine 68-jährige Frau mit dem Offroader seines Vaters zu Tode gefahren zu haben. Im Auto sassen vier weitere Schweizer Jugendliche.
Der Lehrling, der das Unfallauto gelenkt hatte, legte ein handschriftliches Geständnis ab, wie Thomas Zuber, Kommandant der Kantonspolizei Solothurn, am Donnerstag in Olten SO an einer Medienkonferenz sagte. Anfänglich habe er den tödlichen Unfall geleugnet. Das Geständnis habe er am Mittwoch gemacht.
Wagen auf Vater zugelassen
Er war als erster am Dienstag angehalten worden. Seither sitzt er in Haft. Der Jugendliche stammt aus der Region. Er hatte den 19 Jahre alten Offroader, der auf seinen Vater zugelassen ist, aus der Garage entwendet. Die Eltern befanden sich in den Ferien.
Im schwarzen Fahrzeug waren zur Unfallzeit am frühen Montagabend noch vier weitere Schweizer im Alter von 14 bis 17 Jahren gesessen. Sie stammen ebenfalls aus der Region, sind geständig und befinden sich in Haft.
Mehrere Strolchenfahrten
Drogen oder Alkohol seien nicht im Spiel gewesen, hiess es an der Medienkonferenz. Zwei der vier Jugendlichen absolvieren eine Berufslehre. Ein Jugendlicher ist arbeitlos. Der 14-Jährige geht noch zur Schule.
Nach Erkenntnissen der Polizei waren einige der fünf Jugendlichen bereits am Samstag und Sonntag vor dem tödlichen Unfall mit dem Offroader in der Region herumgefahren.
Alle fünf Personen müssen sich vor der Jugendanwaltschaft verantworten. Dem Lenker drohe eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr, sagte Bruno Hug, Jugendanwalt des Kantons Solothurn. Straftatbestände seien unter anderem fahrlässige Tötung und Fahrerflucht.
Lenker als «intelligent» beschrieben
Er werde mit Sicherheit in eine Sozialinstitution eingewiesen und könne dort eine Berufslehre machen. Hug beschrieb den Jugendlichen als «gut integriert» und «intelligent». Er sei früher nicht straffällig geworden.
Es habe jedoch kleinere Übertretungen gegeben. Das Motiv des Lehrlings sei noch unklar. Hug betonte, Jugendliche unternähmen mit einem Auto Strolchenfahrten, um sich aufzuspielen.
Rentnerin war mit Hund unterwegs
Am Montagabend war eine 68-jährige Frau von einem zunächst unbekannten Autolenker auf der Sportstrasse hinter der Mehrzweckhalle in Obergösgen angefahren und getötet worden. Der Fahrer kümmerte sich nicht um das Opfer und flüchtete.
Ein Passant fand die leblose Rentnerin, die mit einem Hund unterwegs gewesen war, um 19 Uhr auf der Strasse liegend. Das Rettungsteam einer Ambulanz konnte nur noch den Tod des Opfers feststellen. Die Frau starb gemäss einem medizinischen Gutachten an schwersten inneren Verletzungen im Rumpfbereich.
Der Ablauf der Kollision ist gemäss Kantonspolizei noch nicht restlos geklärt. Es habe keine unmittelbaren Zeugen gegeben, sagte Polizeikommandant Zuber. Der Unfallort sei abgelegen und dunkel, Die Polizei habe die Ermittlungen wie ein Tötungsdelikt geführt. (cpm/sda)
Erstellt: 11.02.2010, 16:53 Uhr
Panorama
Grandioses Berg-Erleben.
Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!





