Panorama
Tödlicher Balance-Akt im Tessin
Das Opfer fiel rund 15 Meter in die Tiefe, prallte auf das Bahntrassee und war auf der Stelle tot. Noch unklar ist, weshalb der 47-Jährige auf die Rohrleitung kletterte, die über den so genannten Graben von Massagno unweit des Bahnhofes von Lugano führt. Die Ermittler schliessen eine Mutprobe nicht aus, zumal sich in der Nähe des Unfallortes eine Fussgängerbrücke befindet.
«Wir wissen nur, dass der Mann von der einen Seite des Grabens auf die andere gelangen wollte», sagte Polizeisprecher Stefano Gianettoni am Freitag auf Anfrage. Um nähere Angaben über den Unfallhergang machen zu können, müsse man die Ergebnisse der Untersuchung abwarten. Berichte von elektronischen Medien, wonach es sich bei dem Todesopfer um einen Drogenabhängigen handle, wollte Gianettoni nicht kommentieren.
Fakt ist, dass sich der 47-Jährige morgens um 1 Uhr nicht allein auf der Rohrleitung hoch über der Bahnlinie befand. Laut Polizeiangaben war er in Begleitung von zwei Männern im Alter von 26 und 29 Jahren. Letzterer wollte seinem Kumpanen zu Hilfe eilen, nachdem dieser das Gleichgewicht verloren hatte. Als der 29-Jährige die Böschung zu den Gleisen hinunterrutschte, zog er sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen zu. Er wurde mit der Ambulanz ins Spital überführt. (raa/sda)
Erstellt: 12.03.2010, 16:30 Uhr

















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