Panorama

Vermisstensuche im ostdeutschen Erdloch erfolglos

Aktualisiert am 20.07.2009

Nach dem Erdrutsch in Sachsen-Anhalt haben die Rettungskräfte in der Nacht zum Montag mit hochauflösenden Wärmekameras und Nachtsichtgeräten vergeblich nach den drei Vermissten gesucht.

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Der Erdrutsch von Nachterstedt: Von einem Haus nichts mehr zu sehen, das andere steht zur Hälfte am Rande des Kraters.
Bild: Keystone

   

Nach Angaben des Landkreises soll nun ein Pionierbataillon prüfen, ob die Unglücksstelle von der Seeseite her erreichbar sein könnte. In der Nacht zum Montag gab es keine weiteren Erdabbrüche.

Am Sonntagabend hatten Anwohner persönliche Dinge aus ihren gesperrten Häusern holen können. Unter Begleitung von Rettungskräften durften sie für eine halbe Stunde erstmals seit dem Unglück von Samstagmorgen ihre einsturzgefährdeten Häuser wieder betreten. Gegen 21.30 Uhr kehrten die Anwohner mit Kisten und Säcken bepackt wieder auf sicheres Gelände zurück.

Der Erdrutsch hat in Nachterstedt zwei Häuser mehr als 100 Meter in die Tiefe gerissen und drei Menschen begraben. Die Erde brach auf Hunderte Meter weg und stürzte in einen angrenzenden See. Das Gebiet wurde zur Katastrophenregion erklärt.

Die Bewohner der beiden in die Tiefe gerissenen Häuser wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Verschüttet wurden eine 48-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 50 und 51 Jahren.

Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche mussten 44 Menschen ihre Häuser verlassen. Diese sind auf unabsehbare Zeit - möglicherweise nie wieder - unbewohnbar. Der nahe liegende Concordiasee entstand durch die Flutung des früheren Bergbaulochs und wird als Erholungsgebiet genutzt. (se/ap)

Erstellt: 20.07.2009, 10:39 Uhr

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