Panorama

Video zeigt, wie die Loveparade-Tragödie begann

Aktualisiert am 25.07.2010

Tausende Menschen drängen sich vor dem 300 Meter langen Tunnel – es ist der einzige Zugang zum Gelände der Loveparade. Dann bricht Panik aus. Filmaufnahmen zeigen den Beginn der Katastrophe.

Dann war nur noch Chaos: Das Video zeigt, wie die Menschen nur noch weg wollten. (Ohne Ton)

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Tragödie an der Loveparade

Tragödie an der Loveparade
Die Loveparade 2010 ist von einer beispiellosen Tragödie überschattet worden: Bei einer Massenpanik rund um das Veranstaltungsgelände gab es am späten Samstagnachmittag 21 Tote und über 300 Verletzte.

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Die gesamte Duisburger Innenstadt ist von jungen Musikfans belagert, Tausende wollen noch zur Abschlusskundgebung der Loveparade, drängen von hinten in den rund 100 Meter langen und 16 Meter breiten Tunnel, obwohl vorne schon niemand mehr wegkommt.

Es ist heiss, stickig, kaum Luft zum Atmen. Die ersten Menschen kippen um, geraten unter die Füsse der Masse. Verzweifelt versuchen die Menschen, aus der Menschenfalle zu entkommen, klettern Wände hoch, versuchen über Zäune zu steigen. Am Ende des Tunnels hätten zahlreiche Technofans versucht, Bauzäune niederzureissen.

«Die waren nicht mehr zu bändigen»

«Die Stimmung war explosiv. Viele schienen berauscht zu sein», sagt ein Polizist gegenüber «Spiegel online». Plötzlich seien einige Raver in die Tiefe gestürzt. Später hiess es: Die Notärzte hätten bei einigen der 19 Toten und Hunderten Verletzten Quetschungen des Rückenmarks festgestellt.

Eine Bundespolizistin sagt «Spiegel online», nach den Stürzen sei in dem Tunnel eine heftige Panik ausgebrochen. Die Raver seien schon vorher aggressiv gewesen und hätten sich untereinander Schlägereien geliefert. «Als dann noch Menschen die Treppe herunterfielen und teilweise andere mitrissen, war nur noch Chaos.» Und weiter: «Die waren nicht mehr zu bändigen. Es war die Hölle.»

«Zum Teil lagen fünf, sechs aufeinander. Manche schrien fürchterlich um Hilfe, andere taten keinen Mucks mehr», so eine weitere Zeugin gegenüber «Spiegel online». (bru)

Erstellt: 25.07.2010, 09:37 Uhr

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