Panorama

Wann tappen Plättli-Zoo-Affen in die Falle?

Von Johanna Wedl. Aktualisiert am 14.09.2010 4 Kommentare

Zwei männliche Berberaffen befinden sich drei Wochen nach ihrem Ausbruch aus dem Zoo in Frauenfeld noch immer in Freiheit. Der Zoobesitzer hat ihnen nun eine Falle gestellt.

Fangversuch: Christoph Wüst (l.) und Walter Mauerhofer bauen eine Falle auf.

Fangversuch: Christoph Wüst (l.) und Walter Mauerhofer bauen eine Falle auf.
Bild: Nana Do Carmo

Bildstrecke

Die Affen sind los

Die Affen sind los
Im Frauenfelder Plättli-Zoo sind letzte Woche Affen ausgebüxt. Die Tiere scheinen sich in einem nahegelegenen Wald pudelwohl zu fühlen, wie unsere Bildstrecke beweist.

Artikel zum Thema

2,5 Meter hoch, 5 Meter lang und 3 Meter breit ist der Eisenkäfig, der den Durchbruch bringen soll. Mit dieser Falle will Walter Mauerhofer, Besitzer des Frauenfelder Plättli-Zoos, den Leitaffen und ein weiteres Männchen einfangen. Die beiden befinden sich seit bald drei Wochen in freier Wildbahn. Mauerhofer hofft, dass es Pflegerin Brigitta Portillo gelingt, die Tiere mit Futter in den Käfig zu locken. Sitzen sie in der Falle, zieht Portillo eine offene Käfigtüre mit einem Strick zu.

Mauerhofer will frühestens Mitte Woche einen ersten Versuch starten. Es könne eine weitere Woche dauern, bis die Affen wieder in ihrem Gehege sind. Sie wagen sich zwar immer wieder aus dem nahen Wald auf das Zoogelände und sind Besuchern gegenüber zutraulich.

Nähert sich ein Zoomitarbeiter, nehmen die Ausbrecher innert Sekunden reissaus. Nichts anhaben kann den Tieren zumindest der Herbsteinzug. Sie vertragen laut Mauerhofer Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. An den Aussreissern scheint sich unter der Bevölkerung niemand zu stören. Bisher habe er bloss ein einziges anonymes, negatives E-Mail erhalten, sagt der Besitzer. Die meisten nähmen die Angelegenheit mit Humor.

Kapo: Besitzer in der Pflicht

Auch die Kantonspolizei Thurgau sieht keinen Handlungsbedarf, sagt Mediensprecher Ernst Vogelsanger. «Es ist Sache des Eigentümers die Tiere einzufangen. Er weiss am bes-ten, wie dies zu bewerkstelligen ist», erläutert Vogelsanger.

Jedes andere Tier sei leichter einzufangen als ein Affe, betont Walter Mauerhofer. «Einen Löwen braucht man bloss zu narkotisieren.» Seine Affen seien jedoch so schlau, dass sie nicht so schnell in die Falle tappten. (ThurgauerZeitung)

Erstellt: 14.09.2010, 14:21 Uhr

4

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

4 Kommentare

Severin Brunner

14.09.2010, 16:15 Uhr
Melden

Es muss ja unglaublich schwierig sein, diese Affen einzufangen ... Willkommen zurück in Seldwyla. Wie man für Affen ein Gehege bauen kann, das oben offen ist, kann ich mir auch kaum vorstellen. Antworten


Pat Sibler

14.09.2010, 15:49 Uhr
Melden

Die Affen tun offenbar niemandem was. Also sind sie mir freilaufend lieber als mancher Zeitgenosse. Antworten



Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre


Grandioses Berg-Erleben.

Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!