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Wenn Tote Sex haben

Aktualisiert am 05.05.2009 11 Kommentare

Als hätte er nicht schon oft genug schockiert: «Körperwelten»-Erfinder Gunther von Hagens, auch «Dr. Tod» genannt, zeigt in seiner neuen Ausstellung in Berlin zwei Tote beim Sex.

Tod und Sex: In der neuen «Körperwelten»-Ausstellung sollen zwei Tabuthemen zusammengebracht werden.

Tod und Sex: In der neuen «Körperwelten»-Ausstellung sollen zwei Tabuthemen zusammengebracht werden.
Bild: Keystone

Für viele ist die Ausstellung «Körperwelten» des umstrittenen Visionärs Gunther von Hagens alleine schon makaber genug. Doch nun setzt der Star-Plastinator noch einen drauf. Bei der am Donnerstag in Berlin anlaufenden Ausstellung zeigt er ein Paar beim Sex. «Unsere Ausstellung in Berlin heisst ‹Der Zyklus des Lebens›. Wir zeigen jetzt alles, von der Zeugung bis zum Tod», sagt der Plastinator gegenüber «Bild». Er wolle die Tabuthemen Tod und Sex zusammenbringen. «Der Tod gehört zum Leben. Und ohne Sex entsteht kein Leben!»

«Hat mit Pornographie nichts zu tun»

Der nachgestellte Akt zeigt den Körper eines 51-jährigen Mannes, auf dem Rücken liegend. Die Frau sitzt rücklings auf ihm. «Es lehrt die Besucher mehr als jeder Biologie-Unterricht, revolutioniert die Anatomie-Kunde», so von Hagens in «Bild». «Mit Pornografie hat das nichts zu tun, es soll nicht sexuell erregen!» Doch wären die Verschiedenen damit einverstanden gewesen? Nach Angaben von Hagens schon. In ihrer Spender-Erklärung hätten sich sogar zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen bereit erklärt, ihren Körper für die Darstellung des sexuellen Akts zur Verfügung zu stellen, so der 64-Jährige.

Zu den weiteren Höhepunkten der neuen Ausstellung gehören menschliche Föten und Embryos sowie das Plastinat eines Riesengorillas. (reh)

Erstellt: 05.05.2009, 11:42 Uhr

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11 Kommentare

Lydia Beer

05.05.2009, 12:40 Uhr
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Schön, ich freue mich darauf. Die Ausstellung Körperwelten war für mich einmalig. Hoffentlich muss ich nicht nach Berlin und kann diese in dder Schweiz anschauen. Antworten


Daniel Maegli

05.05.2009, 15:09 Uhr
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Für mich ist das Leichenschänderei, ganz egal ob damit Sexszenen nachgestellt werden oder was auch immer. Aber weshalb soll man von einer Gesellschaft, die keinen Respekt vor dem Leben hat (siehe Abtreibungen) verlangen, dass sie respekt vor dem Tod hat? Was der Mensch sät, das wird er letztendlich ernten. Antworten



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