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Williamson ausser sich – vor laufender Kamera
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Williamson in London angekommen
Dem umstrittenen Holocaust-Leugner und Pius-Bruder war mit deutlichen Worten klar gemacht worden, dass er in Argentinien nicht mehr willkommen ist – zehn Tage Zeit erhielt er von der Ausländerbehörde, um auszureisen. So packte Williamson seine Taschen und machte sich auf den Weg nach London, in die alte Heimat. Er zog eine dunkle Sonnenbrille auf und setzte eine schwarze Baseballkappe mit dem Logo «Sacred Heart of Jesus» auf.
Die Tarnung aber nützte dem Bischof nichts. Er wurde von Reportern bestürmt, wie Fernsehbilder aus Argentinien zeigen. Da ging die Wut mit dem 68-jährigen Williamson durch: Er bedrohte einen besonders aufdringlichen Journalisten mit der Faust. Danach wurde einer seiner Priesterkollegen noch deutlicher. Er hielt den Reporter fest. Inzwischen ist Williamson in London eingetroffen. Dabei wurde er wie in Staatsgast von vielen Medienschaffenden belagert und ebenso zahlreichen Sicherheitskräften beschützt.
Ende Januar hatte Papst Benedikt XVI. Richard Williamson und drei weitere Bischöfe der Pius-Bruderschaft wieder in die katholische Kirche aufgenommen. Der Entscheid hatte insbesondere im Fall Williamsons für Empörung gesorgt, weil der Bischof öffentlich den Holocaust geleugnet hatte. Er nahm seine Aussagen auch nach einer Aufforderung des Papstes nicht zurück, sondern sagte gar, noch er brauche «Beweise», bevor er seine Meinung über den Holocaust revidiere. (oku)
Erstellt: 25.02.2009, 12:13 Uhr
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