«Wir wissen nicht, wie sie auf die Insel kam»

Nur wenige Tage nach ihrer Flucht in die Karibik hat die 14-jährige Holländerin Laura Dekker, die alleine um die Welt segeln wollte, die Heimreise angetreten. Die Polizei ist ratlos.

Ihr Traum ist geplatzt: Laura Dekker im August vor dem Gericht in Utrecht, das ihre Weltumsegelung verbot.

Ihr Traum ist geplatzt: Laura Dekker im August vor dem Gericht in Utrecht, das ihre Weltumsegelung verbot.
Bild: Keystone

Laura Dekker war nach Angaben aus Familienkreisen aus Frust darüber abgehauen, dass die Behörden ihr den Versuch untersagt hatten, als jüngster Mensch allein die Welt zu umsegeln.

Das Mädchen wird Morgen auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol erwartet, sagte der Polizeisprecher Rene Claessen. «Wir werden dann viele Fragen haben.»

Laura war am Donnerstag von zu Hause ausgerissen und einen Tag später als vermisst gemeldet worden. Eine Bewohner der zwischen Frankreich und den Niederlanden geteilten Insel Sint Maarten erkannte das 14-jährige Mädchen gestern. Wie Laura auf die Niederländischen Antillen kam, bleibt unklar.

Ratlose Polizei

«Laura Dekker ist nicht über einen niederländischen Flughafen ausgereist», erklärte der Polizeisprecher. «Wir wissen immer noch nicht, wie sie auf die Insel Sint Maarten kam.»

Das Mädchen lebt mit seinem Vater in Maurik in der Nähe von Utrecht. Im Sommer hatte sie angekündigt, mit einem Solo-Segeltörn die jüngste Weltumseglerin aller Zeiten werden zu wollen.

Ende Oktober verhinderte jedoch ein Gericht den Rekord-Versuch und verlängerte aus Sorge um ihre Sicherheit die amtliche Vormundschaft für das Mädchen bis Mitte kommenden Jahres. Kinderschützer waren aktiv geworden.

Dekker ist seit Kindstagen mit dem Segeln verbunden. Sie kam auf einer Yacht vor Neuseeland zur Welt, als ihre Eltern auf einer siebenjährigen Reise um die Welt waren. Lauras Reise hätte im September beginnen und zwei Jahre dauern sollen. (bru/ap)

Erstellt: 21.12.2009, 19:08 Uhr

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