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Wo blieb das heftige Gewitter?

Aktualisiert am 15.07.2010 22 Kommentare

In der Nacht auf heute erwartete die Schweiz heftige Unwetter, die dann aber harmlos ausfielen. Ein Meteorologe zu den Prognosen von gestern und zum Wetter am Wochenende.

1/17 Sehenswert, aber harmlos: Ein Gewitter mit Blitz und Regenbogen zieht am Mittwoch, den 14. Juli über Zürich.
Bild: Keystone

Fast 35 Grad in Basel – Hagelschlag in Gstaad

   

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Tropennacht

Besonders in der West- und Südschweiz, im westlichen Mittelland und im Rheintal sanken die Temperaturen in der vergangenen Nacht nicht unter 20 Grad, das heisst es gab eine Tropennacht.

Payerne: 20.2
Bern: 20.2
Altdorf: 20.3
Mathod: 20.5
Vaduz: 20.6
Cressier: 20.7
Nyon: 20.7
Walenstadt: 20.8
Stabio: 21.1
Comprovasco: 21.2
Chur: 21.2
Neuenburg: 21.3
Selzach: 21.3
Grenchen: 21.4
Genf: 21.4
Evionnaz: 21.5
Biel: 21.6
Altenrhein: 21.6
Berneck: 21.6
Aigle: 21.9
Lausanne?Pully: 22.0
Locarno?Magadino: 22.2
Locarno?MonI: 22.5
Lugano: 23.4

Schadensbilanz

In Ufhusen LU wurden vier Kühe, drei Rinder und ein Kalb von einem Blitz getötet. In Doppleschwand und in Horw stürzten Bäume um. In den Kantonen Zürich und Zug gingen bis am Donnerstagmorgen keine Schadenmeldungen ein.

Bei der Berner Kantonspolizei waren bis Donnerstagmorgen lediglich kleine Schäden im Oberland bekannt. Eine Sprecherin erwähnte einen auf eine Strasse gestürzten Baum, herumfliegende Bauteile und einen Blitzeinschlag.

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«Ein Gewitterzug entstand gestern über dem Entlebuch», sagt Roger Perret von MeteoNews gegenüber baz.ch/Newsnet. «Es gab dort auch lokal Hagel. Es war aber auch nicht der Weltuntergangshagel.» Dann zogen die Unwetter weiter, übers Seetal, Knonaueramt und Limmattal und anschliessend Richtung Rhein und Schaffhausen.

«Das Gewitter lief glimpflich ab und verlief viel weniger schlimm als erwartet.» Die Böen hätten in Luzern aber immerhin Spitzenwerte von 96 km/h erreicht.

Eigenleben der Gewitter

Warum aber lagen die Meteorologen gestern so falsch? Perret meint: «Gewitter haben ein Eigenleben. Oft sagt man nur kleine Unwetter voraus, dann aber wirds ganz heftig. Und umgekehrt. Wir Meteorologen sind von Daten abhängig und die sind bei Gewitter oft unberechenbar.»

Wie entwickelt sich das Wetter aufs Wochenende hin? Perret: «Heute Donnerstag gibt es noch vereinzelt Schauer und einige Blitze. Dann wird es trocken und es kann am Nachmittag gar Sonne geben. Am Freitag ist es dann schön heiss, um die 30 Grad, mit Gewitterneigung in den Bergen.»

Es wird etwas kühler

Am Samstag kühlt es leicht ab. «Eine Gewitterstörung zieht über das Land. Das Wetter zeigt sich veränderlich mit Sonne, Wolken und Gewittern bei rund 25 Grad. Am Sonntag wird es dann nach dieser Kaltfront wieder schön bei angenehmen Temperaturen wie am Samstag.» (sam)

Erstellt: 15.07.2010, 07:30 Uhr

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22 Kommentare

Gaby Müller

15.07.2010, 09:29 Uhr
Melden

Hauptsache wieder mal gemeckert, gell? Antworten


Roland Stricker

15.07.2010, 09:01 Uhr
Melden

Trefferquote von über 85% gemäss Meteo, da kann man nur lachen. Wie gesagt, gestern gab es wieder heftige Gewitter, Zentralschweiz mit Sturmfinden von ca. 100 km/h. Evtl. existiert die Zentralschweiz nicht in den Köpfen der Meteorologen. Betreffend Juni zu warm und zu trocken. Wo wird eigentlich gemessen? In der Zentralschweiz hat es ja fast nur geregnet und die Mengen waren über dem Durchschnitt! Antworten



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