Notbremse wegen Schüler-Mutprobe auf Gleis

Ein paar Jugendliche haben sich im Berner Köniz einen gewagten Spass erlaubt. Sie standen so lange auf den Schienen, bis sich ein Zug näherte.

Lebensgefährliche Mutprobe: Ein Leservideo zeigt, wie die Jugendlichen auf dem Gleis stehen – und in letzter Minute davonrennen. (Video: Tamedia/Leserreporter)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In Köniz BE haben Jugendliche mit einem lebensgefährlichen Streich die Vollbremsung einer S-Bahn verursacht. Die Gruppe überquerte am frühen Mittwochabend kurz vor einer Zugsdurchfahrt einen geschlossenen Bahnübergang. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

BLS-Mediensprecherin Helene Soltermann bestätigte am Donnerstag einen Bericht von «Blick». Auf einem Leservideo ist eine Gruppe von Jugendlichen zu sehen, die an einer geschlossenen Schranke zwischen Köniz und Liebefeld auf zwei Kollegen warten. Die beiden Jugendlichen bleiben lange auf dem Geleise stehen und springen erst weg, als ein hupender Zug zu hören ist, der im nächsten Augenblick im Bildausschnitt erscheint.

Hohe Busse droht

Gemäss den Videobildern bremst der Lokomotivführer, worauf der Zug mehrere Dutzend Meter nach dem Bahnübergang zum Stillstand kommt. Die BLS meldete den Vorfall – ein Offizialdelikt – der Polizei. Es handle sich hier nicht um einen Bubenstreich, sondern um eine lebensgefährliche und strafbare Handlung, sagte Soltermann der Nachrichtenagentur SDA. Verstösse gegen das Eisenbahngesetz könnten mit hohen Bussen von bis zu 10'000 Franken geahndet werden.

Die Aktion sei nicht zuletzt deshalb gefährlich, weil die Geschwindigkeit eines Zuges nur sehr schwer einzuschätzen sei und Züge lange Bremswege hätten. Wie schnell die S-Bahn im vorliegenden Fall unterwegs war, konnte Soltermann nicht sagen. Bei einem 60 Stundenkilometer fahrenden Zug betrage der Bremsweg 200 Meter.

(kat/sda)

Erstellt: 20.04.2017, 13:32 Uhr

Artikel zum Thema

Steinplatten auf Gleis gelegt – Mann muss ins Gefängnis

Zwei junge Männer haben einen Sachschaden von über 50'000 Franken angerichtet. Der Vandalenakt sei kein Bubenstreich gewesen, urteilte das Gericht. Mehr...

Ein sehr dummer Bubenstreich

Unbekannte haben in der Nacht bei einem Wohn- und Gewerbehaus in Oberentfelden einen Gartenschlauch durch ein Fenster eingeführt und das Wasser laufen gelassen. Mehr...

Schreibfehler oder Bubenstreich?

Der Schützenverein Embrach-Lufingen wirbt für das Feldschiessen vom 28./29. Mai. Dabei wurden E und I vertauscht. Mehr...

Paid Post

Psychologie im Business

Ökonomie ist mehr als Aufwand und Ertrag, Effizienz, Güterknappheit und Ressourcen.

Blogs

Sweet Home Italianità im Zürcher Hochhaus

History Reloaded Der sehr wacklige Wetterprophet

Die Welt in Bildern

Der alte Zopf erlebt derzeit eine Renaissance: Besucherinnen des Coachella Valley Music & Art Festivals 2017 im Empire Polo Club in Indio, Kalifornien. Das Festival findet jährlich statt und dauert über zwei Wochenenden. Es zählt weltweit zu den grössten Festivals. (22. April 2017)
(Bild: Rich Fury / Getty) Mehr...