Leiche aus Container identifiziert – Ehemann verhaftet

Ein Spaziergänger hatte letzte Woche bei einem Waldstück in Corsier-sur-Vevey VD die Leiche einer Frau gefunden. Der Ehemann der Toten steht unter Verdacht, die 70-Jährige umgebracht zu haben.

Leiche im Kanton Waadt: Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Leiche im Kanton Waadt: Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bild: Archivbild/Keystone

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Der Fall der Leiche aus einem Container scheint aufgeklärt. Wie die Kantonspolizei VD mitteilt, wurde die vor acht Tagen bei Corsier-sur-Vevey VD aufgefundene Tote identifiziert. Es handle sich um eine 70-jährige Frau aus einem Nachbarort. Ihr Ehemann wurde verhaftet.

Die Frau war am 17. Dezember 2016 von ihrer Familie als vermisst gemeldet worden. Ihre Leiche wurde am Freitag vor einer Woche von einem Spaziergänger bei einem Waldstück in Corsier-sur-Vevey entdeckt. Staatsanwaltschaft und Sicherheitspolizei ging schon früh von einem Gewaltverbrechen aus.

DNA-Abgleich bestätigt

Bereits am Mittwoch habe die Gerichtsmedizin die Frau identifiziert. Am Donnerstag sei die Identifikation mittels eines DNA-Abgleichs formell bestätigt worden, teilte die Polizei am Samstag mit.

Darauf nahmen die Ermittlungen an Fahrt auf. Man habe mehrere Personen kontrolliert. Nach Angaben der Polizei erklärte schliesslich am Freitag der 79-jährige Ehemann der Toten, dass er seine Frau in ihrem Haus in Saint-Légier VD getötet habe. Die Gründe und Motive müssten noch ermittelt werden, hiess es weiter.

Leiche mit dem Auto transportiert

Der Ehemann habe erklärt, er habe nach der Tat die Leiche seiner Frau mit dem Auto in das Waldstück nach Corsier-sur-Vevey gefahren und die Leiche dort in einem Container deponiert. Danach habe der Mann der Gendarmerie gemeldet, dass seine Frau verschwunden sei, teilte die Kantonspolizei Waadt weiter mit.

Die Staatsanwaltschaft nahm den 79-jährigen vorläufig in Untersuchungshaft. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Bislang habe man keine Hinweise gefunden, dass Dritte in die Tat verwickelt seien. Für den Beschuldigten gilt trotz des von den Behörden kommunizierten Geständnisses die Unschuldsvermutung. (bee/sda)

Erstellt: 29.04.2017, 17:37 Uhr

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