Warnschild fehlt – Gericht rügt nach Unglück Luzerner Justiz

Ein Mann hat vom Steg aus einen Sprung ins Wasser gemacht und sich dabei schwer verletzt. Nun provoziert dieser Vorfall eine Anklage.

Sprung ins kühle Nass: An dieser Stelle ist der Rotsee bei Luzern genug tief. (Archiv)

Sprung ins kühle Nass: An dieser Stelle ist der Rotsee bei Luzern genug tief. (Archiv) Bild: Sigi Tischler/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ein Badeunfall in einem Luzerner Strandbad im Sommer 2014, bei dem sich ein Mann eine komplette Tetraplegie zuzog, muss vor Gericht verhandelt werden. Dies entschied das Bundesgericht.

Die Lausanner Richter haben eine Beschwerde des Betroffenen gegen die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft Luzern gutgeheissen. Es könne nicht klar davon ausgegangen werden, dass kein strafrechtlich relevantes Verhalten des Geschäftsführers und Sicherheitsverantwortlichen vorliege.

Keine Warnschilder vorhanden

Der heute gelähmte Mann hatte 2014 vom Steg aus einen Kopfsprung ins Wasser gemacht. Dieses war an der Eintauchstelle jedoch nur 1,2 Meter tief. Am Steg waren keine entsprechenden Warn- oder Verbotsschilder angebracht.

Das Bundesgericht hält fest, dass der weniger als einen Meter über der Wasseroberfläche liegende Laufsteg gerade Unerfahrene dazu einladen könne, dort ins Wasser zu springen, statt vom Sprungturm aus. Der Geschäftsführer habe bestätigt, dass dies tatsächlich regelmässig geschehe. (Urteil 6B_1055/2016 vom 04.07.2017) (fal/sda)

Erstellt: 17.07.2017, 14:30 Uhr

Artikel zum Thema

Schon jetzt mehr tödliche Badeunfälle als 2014

Datenblog Die Bilanz des bisherigen Sommers: 40 Tote bei Badeunfällen. Das ist ein Sechstel des Werts von 1932 – damals wollte der Bundesrat das Baden verbieten. Zum Blog

«Viele sind sich der Risiken zu wenig bewusst»

Bereits 26 Menschen sind in diesem Jahr in Schweizer Seen und Flüssen ertrunken. Dabei würden sich Badeunfälle leicht verhindern lassen. Mehr...

Paid Post

Krankenschwester sucht erotische Abenteuer

Gute Neuigkeiten für Herren: Gerade Krankenschwestern sind oft sehr einsam und daher immer häufiger auf Erotikkontaktportalen anzutreffen.

Blogs

Mamablog Wenn Papa Baby-Chef ist

Geldblog Feriengeld: Nutzen Sie unterschiedliche Zahlungsmittel

Die Welt in Bildern

Fly-In-Restaurant: Pollen und Blütenstaub hängen schon an ihrem Körper, doch instinktiv steuert diese Biene die nächste Sonnenblume auf einem Feld in norddeutschen Fresdorf an. (17. Juli 2017)
(Bild: Ralf Hirschberger/DPA) Mehr...